Digitale Forensik

    Auch bekannt als: Digital Forensics, IT-Forensik, Computerforensik

    Anwendung informatischer Methoden und ermittlungstechnischer Verfahren auf digitale Spuren, so dass Ergebnisse nachvollziehbar, wiederholbar und vor Gericht verwertbar sind.

    Digitale Forensik umfasst Identifikation, Sicherung, Analyse und Dokumentation digitaler Beweismittel. Sie unterscheidet sich von Incident Response durch den Anspruch, dass jeder Schritt später von Dritten überprüft werden kann: Berechtigung zum Zugriff, lückenlose Beweismittelkette, Integritätsnachweis über Hashwerte, validierte Werkzeuge, reproduzierbares Vorgehen und ein Bericht, der auch als Gutachten taugt. Für Unternehmen ist das relevant, sobald ein Vorfall Versicherung, Behörde, Strafanzeige oder Arbeitsrecht berührt – dann zählt nicht, was man weiß, sondern was man belegen kann.

    Normen und Rahmenwerke
    Fachliche Grundlage
    Europol, Digital forensics: gap analysis, 2026 (nach NIST) (öffnet in neuem Tab)