Beweismittelkette

    Auch bekannt als: Chain of Custody, CoC, Beweiskette

    Lückenlose Dokumentation, wer ein Beweismittel wann, wo und wie übernommen, verwahrt, verändert oder weitergegeben hat.

    Die Beweismittelkette belegt, dass ein digitales Beweismittel seit der Sicherung unverändert ist und jeder Umgang damit nachvollziehbar bleibt. Sie bricht, sobald ein Schritt fehlt – etwa wenn ein Administrator vor der Sicherung „nur kurz nachgesehen“ hat. Der Europäisches Polizeiamt (inkl. EC3) (Europol)-Bericht nennt die noch weitgehend manuelle Führung der Kette als eine der größten Fehlerquellen, besonders wenn Beweise über Cloud-Anbieter, Dienstleister und Landesgrenzen hinweg bewegt werden. Für Unternehmen heißt das: Wer selbst sichert, braucht ein Protokollformular, Hashwerte und benannte Verantwortliche – oder jemanden, der das routiniert tut.

    Normen und Rahmenwerke
    Fachliche Grundlage
    Europol, Digital forensics: gap analysis, 2026 (öffnet in neuem Tab)