Linux Kernel: Sicherheitslücke (CVE-2026-97592)
Veröffentlicht Zuletzt geändert Quellen: Debian, CVE.org, Msrc Update Guide, BSI
Was ist betroffen, was ist zu tun
Im Linux-Kernel wurde die folgende Schwachstelle behoben: s390/crypto: Behebung des fehlenden Bereinigens von temporären Puffern mit den AES-ctr- und gcm-Algorithmen In der Funktion `ctr_aes_crypt()` wird ein Puffer verwendet, um verbleibende Bytes kleiner als `AES_BLOCK_SIZE` zu verarbeiten. Dieser Puffer wurde nicht bereinigt und könnte somit zur Offenlegung unerwünschter Daten führen.
Die vorliegenden Quellen nennen keine Fix-Version. Prüfen Sie die Herstellerhinweise in den Referenzen unten.
Widersprüchliche Versionsdaten – die Versionsanzeige ist ausgeblendet, bis die Daten bereinigt sind.
Unklar, ob und wie Sie betroffen sind? Frage zu dieser Schwachstelle stellen
Metriken
7,1
Priorität
XIEM Effective CVSS: höchste verfügbare CVSS-Bewertung aus NVD- und Herstellerangaben.
Quelle: Hersteller (CNA), CVSS v3
7,1
CVSS v3
Schweregrad Hoch auf der Skala von 0 bis 10.
Quelle: Debian, CVE.org, Msrc Update Guide, BSI
0,2 %
EPSS-Score
Niedrig – Modell schätzt < 1 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
Quelle: FIRST EPSS, Perzentil 10,7
Alle Metriken anzeigen
- Schweregrad
- Hoch
Priorität (0–325)
Der Priorisierungs-Score ist eine zusammengeführte Kennzahl, die mehrere Einzelsignale zu einer einzigen, handlungsleitenden Rangfolge verdichtet: technische Schwere (CVSS), Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS), der Status als bekannt ausgenutzt (KEV) und der Kontext des betroffenen Assets. Ziel ist die Antwort auf die einzig wirklich wichtige Frage im Schwachstellenmanagement: Was zuerst?
Im Glossar lesen- 66.41 Methodik
Exploit-Reife
Ein Exploit ist Code oder eine Technik, die eine konkrete Schwachstelle gezielt ausnutzt, um ein unbeabsichtigtes Verhalten zu erzwingen — etwa Code auszuführen oder Rechte auszuweiten. Er ist das Werkzeug, das aus einer theoretischen Lücke einen praktischen Angriff macht.
Im Glossar lesen- kein öffentlicher PoC bekannt
XIEM Effective CVSS
XIEM® ist das gestufte Managed-Security-Betriebsmodell von NEOSEC und eine eingetragene Marke der NEOSEC GmbH. Es erweitert klassisches SIEM — die zentrale Sammlung, Normalisierung und Korrelation sicherheitsrelevanter Ereignisse — um Endpunkt-Forensik, Netzwerk-Sichtbarkeit und Täuschungstechnik und führt diese zu drei aufeinander aufbauenden Stufen zusammen: Sentry, Orchestrate und Command.
Im Glossar lesen- 7,1 Methodik
CVSS v3
CVSS ist der weltweit verbreitete, offene Standard zur Bewertung der technischen Schwere einer Schwachstelle auf einer Skala von 0 bis 10. Er beschreibt, wie leicht eine Lücke ausnutzbar ist und welchen Schaden sie anrichten kann — nicht jedoch, wie wahrscheinlich ihre tatsächliche Ausnutzung ist. CVSS und das ergänzende EPSS beantworten bewusst unterschiedliche Fragen.
Im Glossar lesen- 7,1
EPSS-Score
Der EPSS-Score ist der absolute Modell-Output für eine einzelne Schwachstelle: die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer realen Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1 (bzw. 0 % bis 100 %). Ein Score von 0,42 bedeutet „das Modell schätzt eine 42-prozentige Chance auf reale Ausnutzung binnen 30 Tagen“.
Im Glossar lesen- 0,2 %
- Niedrig – Modell schätzt < 1 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
EPSS-Perzentil
Das EPSS-Perzentil ist die relative Einordnung einer Schwachstelle innerhalb aller EPSS-bewerteten CVEs, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1. Ein Perzentil von 0,90 bedeutet „diese CVE hat einen höheren EPSS-Score als 90 % aller anderen bewerteten CVEs“. Anders als der EPSS-Score ist es keine Wahrscheinlichkeit — sondern eine Positionierung im Ranking.
Im Glossar lesen- 10,7
- Erhöht – CVE ist relevanter als mindestens 10 % der heute bewerteten CVEs.
KEV-Status
Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.
Im Glossar lesen- —
- Veröffentlicht
Erkennungsregeln
Für diese Schwachstelle liegt noch keine NEOSEC-Erkennungsregel vor.
Einordnung nach NIS2 und CRA
Regelbasierte Einordnung aus Ausnutzungsstatus und Schweregrad. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.
NIS2
NIS2 ist die EU-Richtlinie (EU) 2022/2555 zur Erhöhung des Cybersicherheitsniveaus in der Union. Sie weitet Pflichten gegenüber der ersten NIS-Richtlinie deutlich aus: mehr Sektoren, verbindliches Risikomanagement, gestufte Meldepflichten und persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung.
Im Glossar lesen- Hohe technische Schwere: Bewerten und beheben Sie die Schwachstelle im Schwachstellenmanagement nach Art. 21 Abs. 2 lit. e NIS2 und dokumentieren Sie die Entscheidung.
CRA
Der CRA ist die EU-Verordnung (EU) 2024/2847 mit horizontalen Cybersicherheitsanforderungen an „Produkte mit digitalen Elementen“ — von Industriesteuerungen über Software bis zu vernetzten Verbrauchergeräten. Erstmals müssen Hersteller Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus gewährleisten, Schwachstellen behandeln und Sicherheitsupdates bereitstellen.
Im Glossar lesen- Ab dem 11.12.2027 verpflichtet Anhang I Teil II CRA Hersteller betroffener Produkte mit digitalen Elementen, Schwachstellen unverzüglich zu behandeln und Sicherheitsupdates bereitzustellen.
ISO/IEC 27001
ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Er beschreibt einen risikobasierten, prozessorientierten Rahmen, um Informationssicherheit systematisch zu planen, umzusetzen, zu überprüfen und zu verbessern.
Im Glossar lesen- Maßnahme A.8.8, Management technischer Schwachstellen: Relevanz für Ihre Systeme bewerten, Behebung einplanen und nachweisen.
Beschreibung
Im Linux-Kernel wurde die folgende Schwachstelle behoben: s390/crypto: Behebung des fehlenden Bereinigens von temporären Puffern mit den AES-ctr- und gcm-Algorithmen In der Funktion `ctr_aes_crypt()` wird ein Puffer verwendet, um verbleibende Bytes kleiner als `AES_BLOCK_SIZE` zu verarbeiten. Dieser Puffer wurde nicht bereinigt und könnte somit zur Offenlegung unerwünschter Daten führen. Wenn der Puffer verwendet wird, sollte er am Ende des Codeblocks explizit bereinigt werden, um die Offenlegung möglicherweise sensibler Daten zu vermeiden. In ähnlicher Weise hat die Funktion `gcm_aes_crypt()` einen Fehlerpfad, bei dem der CPACF-Parametrierungsblock nicht bereinigt wurde. Anstatt frühzeitig zurückzukehren, führen diese Fehlerpfade nun zum Ende der Funktion, wo eine explizite Bereinigung durchgeführt wird. Ähnlich verhält es sich mit den Puffern, die Teil der `gcm_sg_walk`-Strukturen von den Variablen `gw_in` und `gw_out` sind.
Quelle: Debian Security Advisories, cvelistv5, Microsoft Security Update Guide, NVD (NIST), BSI WID Portal, BSI CSAF
Betroffene Produkte
Betroffen sind die folgenden Versionen. Ältere Stände derselben Reihe sind ebenfalls verwundbar, sofern nicht anders angegeben.
| Hersteller | Produkt | Betroffene Versionen | Behoben in |
|---|---|---|---|
| Linux | Linux |
|
|
Betroffene Betriebssysteme
| Familie | Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|---|
| Linux | debian | linux | trixie |
Quellen & Referenzen
- git.kernel.orgstable/c/11eca05d2062032e1f07d56be58ed0b99f4b1d63
- git.kernel.orgstable/c/8b90a47c4fba27bb4f2f086611742493629e9696
- git.kernel.orgstable/c/a83488cecb35f924b7541306ed84893bb9906196
- git.kernel.orgstable/c/8b7c3b6914f19caf648d05726a86af6326d3c2c6
- git.kernel.orgstable/c/538f00558db9a66aeff20c36f43692c178a0e0eb
- git.kernel.orgstable/c/6ab772d675a885c3119bf0e79ea9e84756d7657a
- git.kernel.orgstable/c/e17b85eb8cee90a1200fa5e7806db7ffa08a0608
- git.kernel.orgstable/c/991c875310254a13b3a637bb279379c8c66e842d
Re-Analyse & Statuswechsel
Chronologie der NVD-Audit-Events für diese CVE – Reanalyses, CVSS-Updates, CPE-Diffs.
CVE Modified416baaa9-dc9f-4396-8d5f-8c081fb06d67
- Affected: nachher Affected value modified. <a href="https://github.com/CVEProject/cvelistV5/blob/main/cves/2026/97xxx/CVE-2026-97592.json">CVE-2026-97592</a>
CVE Modified416baaa9-dc9f-4396-8d5f-8c081fb06d67
- Affected: nachher Affected value modified. <a href="https://github.com/CVEProject/cvelistV5/blob/main/cves/2026/97xxx/CVE-2026-97592.json">CVE-2026-97592</a>
- Reference: nachher https://git.kernel.org/stable/c/538f00558db9a66aeff20c36f43692c178a0e0eb
- Reference: nachher https://git.kernel.org/stable/c/6ab772d675a885c3119bf0e79ea9e84756d7657a
- Reference: nachher https://git.kernel.org/stable/c/991c875310254a13b3a637bb279379c8c66e842d
New CVE Received416baaa9-dc9f-4396-8d5f-8c081fb06d67
- Description: nachher In the Linux kernel, the following vulnerability has been resolved: s390/crypto: Fix missing scrub of temp buffers with AES ctr and gcm algorithm In function ctr_aes_crypt() there is a buffer used to process remaining bytes < AES_BLOCK_SIZE. This buffer was not scrubbed and thus could lead to expose of unwanted data. When the buffer is used explicitly scrub it at the end of the code block to avoid exposure of maybe sensitive data. In a similar way the function gcm_aes_crypt() hat an error path where the CPACF param block was not scrubbed. Instead of return early now these error paths go to end of function where explicit scrubbing is done. Similar with the buffers which are part of the gcm_sg_walk structs from the variables gw_in and gw_out.
- Affected: nachher New affected value received. <a href="https://github.com/CVEProject/cvelistV5/blob/main/cves/2026/97xxx/CVE-2026-97592.json">CVE-2026-97592</a>
- Reference: nachher https://git.kernel.org/stable/c/11eca05d2062032e1f07d56be58ed0b99f4b1d63
- Reference: nachher https://git.kernel.org/stable/c/8b7c3b6914f19caf648d05726a86af6326d3c2c6
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<a href="https://intel.neosec.eu/cve/CVE-2026-97592"><img src="https://intel.neosec.eu/badge/cve/CVE-2026-97592.svg" alt="CVE-2026-97592 – NEOSEC Intel" height="20"></a>