KritischCVE-2026-64193

    NLNETLABS Net::DNS: Eval-Injection (CVE-2026-64193)

    Veröffentlicht Zuletzt geändert Quellen: Debian, CVE.org, BSI

    Was ist betroffen, was ist zu tun

    Net::DNS-Versionen bis einschließlich 1.55 für Perl erlauben eine Fernausführungseinbruch durch EDNS EXTENDED ERROR. Die Methode Net::DNS::RR::OPT::EXTENDED_ERROR::_decompose analysiert das EXTRA-TEXT-Feld einer EDNS EXTENDED-ERROR Option (RFC 8914), indem sie die rohen Bytes tokenisiert und das Ergebnis an Perls eval übergibt.

    Die vorliegenden Quellen nennen keine Fix-Version. Prüfen Sie die Herstellerhinweise in den Referenzen unten.

    Betroffen
    • NLNETLABS Net::DNS lte *..1.55

    Unklar, ob und wie Sie betroffen sind? Frage zu dieser Schwachstelle stellen

    Metriken

    9,8

    Priorität

    XIEM Effective CVSS: höchste verfügbare CVSS-Bewertung aus NVD- und Herstellerangaben.

    Quelle: NVD, CVSS v3

    9,8

    CVSS v3

    Schweregrad Kritisch auf der Skala von 0 bis 10.

    Quelle: Debian, CVE.org, BSI

    1,4 %

    EPSS-Score

    Moderat – Modell schätzt 1-10 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.

    Quelle: FIRST EPSS, Perzentil 72,8

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    Schweregrad
    Kritisch
    Priorität (0–325)

    Der Priorisierungs-Score ist eine zusammengeführte Kennzahl, die mehrere Einzelsignale zu einer einzigen, handlungsleitenden Rangfolge verdichtet: technische Schwere (CVSS), Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS), der Status als bekannt ausgenutzt (KEV) und der Kontext des betroffenen Assets. Ziel ist die Antwort auf die einzig wirklich wichtige Frage im Schwachstellenmanagement: Was zuerst?

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    113.17 Methodik
    Exploit-Reife

    Ein Exploit ist Code oder eine Technik, die eine konkrete Schwachstelle gezielt ausnutzt, um ein unbeabsichtigtes Verhalten zu erzwingen — etwa Code auszuführen oder Rechte auszuweiten. Er ist das Werkzeug, das aus einer theoretischen Lücke einen praktischen Angriff macht.

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    kein öffentlicher PoC bekannt
    XIEM Effective CVSS

    XIEM® ist das gestufte Managed-Security-Betriebsmodell von NEOSEC und eine eingetragene Marke der NEOSEC GmbH. Es erweitert klassisches SIEM — die zentrale Sammlung, Normalisierung und Korrelation sicherheitsrelevanter Ereignisse — um Endpunkt-Forensik, Netzwerk-Sichtbarkeit und Täuschungstechnik und führt diese zu drei aufeinander aufbauenden Stufen zusammen: Sentry, Orchestrate und Command.

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    9,8 Methodik
    CVSS v3

    CVSS ist der weltweit verbreitete, offene Standard zur Bewertung der technischen Schwere einer Schwachstelle auf einer Skala von 0 bis 10. Er beschreibt, wie leicht eine Lücke ausnutzbar ist und welchen Schaden sie anrichten kann — nicht jedoch, wie wahrscheinlich ihre tatsächliche Ausnutzung ist. CVSS und das ergänzende EPSS beantworten bewusst unterschiedliche Fragen.

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    9,8
    EPSS-Score

    Der EPSS-Score ist der absolute Modell-Output für eine einzelne Schwachstelle: die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer realen Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1 (bzw. 0 % bis 100 %). Ein Score von 0,42 bedeutet „das Modell schätzt eine 42-prozentige Chance auf reale Ausnutzung binnen 30 Tagen“.

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    1,4 %
    Moderat – Modell schätzt 1-10 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
    EPSS-Perzentil

    Das EPSS-Perzentil ist die relative Einordnung einer Schwachstelle innerhalb aller EPSS-bewerteten CVEs, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1. Ein Perzentil von 0,90 bedeutet „diese CVE hat einen höheren EPSS-Score als 90 % aller anderen bewerteten CVEs“. Anders als der EPSS-Score ist es keine Wahrscheinlichkeit — sondern eine Positionierung im Ranking.

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    72,8
    Hoch – CVE rangiert über dem Median aller heute bewerteten CVEs (Rang ≥ 36 %).
    KEV-Status

    Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.

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    —
    Veröffentlicht
    CWE

    CWE ist ein Katalog typischer Schwächen-Arten in Software und Hardware — etwa fehlerhafte Eingabevalidierung, unsichere Speicherbehandlung oder mangelhafte Authentisierung. Während eine CVE eine konkrete Schwachstelle in einem konkreten Produkt benennt, beschreibt eine CWE die zugrunde liegende Fehlerklasse.

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    CWE-95

    Erkennungsregeln

    Für diese Schwachstelle liegt noch keine NEOSEC-Erkennungsregel vor.

    Einordnung nach NIS2 und CRA

    Regelbasierte Einordnung aus Ausnutzungsstatus und Schweregrad. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

    NIS2

    NIS2 ist die EU-Richtlinie (EU) 2022/2555 zur Erhöhung des Cybersicherheitsniveaus in der Union. Sie weitet Pflichten gegenüber der ersten NIS-Richtlinie deutlich aus: mehr Sektoren, verbindliches Risikomanagement, gestufte Meldepflichten und persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung.

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    Hohe technische Schwere: Bewerten und beheben Sie die Schwachstelle im Schwachstellenmanagement nach Art. 21 Abs. 2 lit. e NIS2 und dokumentieren Sie die Entscheidung.
    CRA

    Der CRA ist die EU-Verordnung (EU) 2024/2847 mit horizontalen Cybersicherheitsanforderungen an „Produkte mit digitalen Elementen“ — von Industriesteuerungen über Software bis zu vernetzten Verbrauchergeräten. Erstmals müssen Hersteller Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus gewährleisten, Schwachstellen behandeln und Sicherheitsupdates bereitstellen.

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    Ab dem 11.12.2027 verpflichtet Anhang I Teil II CRA Hersteller betroffener Produkte mit digitalen Elementen, Schwachstellen unverzüglich zu behandeln und Sicherheitsupdates bereitzustellen.
    ISO/IEC 27001

    ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Er beschreibt einen risikobasierten, prozessorientierten Rahmen, um Informationssicherheit systematisch zu planen, umzusetzen, zu überprüfen und zu verbessern.

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    Maßnahme A.8.8, Management technischer Schwachstellen: Relevanz für Ihre Systeme bewerten, Behebung einplanen und nachweisen.

    Beschreibung

    Net::DNS-Versionen bis einschließlich 1.55 für Perl erlauben eine Fernausführungseinbruch durch EDNS EXTENDED ERROR. Die Methode Net::DNS::RR::OPT::EXTENDED_ERROR::_decompose analysiert das EXTRA-TEXT-Feld einer EDNS EXTENDED-ERROR Option (RFC 8914), indem sie die rohen Bytes tokenisiert und das Ergebnis an Perls eval übergibt. Es gibt einige Escape-Sequenzen für $ und @, aber nicht für Backticks. Dies kann ausgenutzt werden, um Befehle auszuführen, wenn $pkt->edns->option('EXTENDED-ERROR') im Array-Kontext aufgerufen wird, zum Beispiel mit einem Payload von {0:`"<command>"`} in EXTRA-TEXT.

    Quelle: Debian Security Advisories, cvelistv5, NVD (NIST), CVE.org (MITRE), BSI CSAF, BSI WID Portal

    Betroffene Produkte

    Betroffen sind die folgenden Versionen. Ältere Stände derselben Reihe sind ebenfalls verwundbar, sofern nicht anders angegeben.

    Betroffene Produkte
    HerstellerProduktBetroffene VersionenBehoben in
    NLNETLABSNet::DNS
    • ≤ 1.55
    • —
    OracleCommunications
    • 7.5.0
    • 15.0.1.0.0
    • 26.1.202
    • 7.7.0
    • 25.1.100
    • 47.0.0.2.0
    • 7.0.0
    • 6
    • 6.1
    • 7.8.0
    • 24.2.4-25.2.000
    • 7.5.1
    • 25.2.100
    • 8.0-8.1
    • 8.0.1
    • 7.6.0
    • 14
    • 15.1.0.0.0
    • 25.1.200
    • 6.1.1-7.0.0
    • 25.2.200
    • 15.2.0.0.0
    • 11
    • 26.1.200
    • 25.2.202
    • 25.2.201
    • 15.0.0.0.0
    • 8.0-8.3
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —
    • —

    Betroffene Betriebssysteme

    Betroffene Betriebssysteme
    FamilieHerstellerProduktVersion
    Linuxdebianlibnet-dns-perltrixie

    Weakness-Klassen (CWE)

    • CWE-95Improper Neutralization of Directives in Dynamically Evaluated Code ('Eval Injection')

      Variant

      The product receives input from an upstream component, but it does not neutralize or incorrectly neutralizes code syntax before using the input in a dynamic evaluation call (e.g. "eval").

      Eintrag bei MITRE CWE-95

    Quellen & Referenzen

    Re-Analyse & Statuswechsel

    Chronologie der NVD-Audit-Events für diese CVE – Reanalyses, CVSS-Updates, CPE-Diffs.

    1. CVE Modified134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0

      • CVSS V3.1: nachher AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
      • SSVC: nachher {"id":"CVE-2026-64193","role":"CISA Coordinator","options":[{"exploitation":"none"},{"automatable":"yes"},{"technical…
    2. New CVE Received9b29abf9-4ab0-4765-b253-1875cd9b441e

      • Affected: nachher Net::DNS
      • Description: nachher Net::DNS versions through 1.55 for Perl allow remote execution injection via EDNS EXTENDED ERROR. Net::DNS::RR::OPT::EXTENDED_ERROR::_decompose parses the EXTRA-TEXT field of an EDNS EXTENDED-ERROR option (RFC 8914) by tokenising the raw bytes and passing the result to Perl's eval. There is some escaping done for $ and @, but not for backticks. This can be exploited for command execution if $pkt->edns->option('EXTENDED-ERROR') is called in array context, for example with a payload of {0:`"<command>"`} in EXTRA-TEXT.
      • CWE: nachher CWE-95
      • Reference: nachher https://metacpan.org/release/NLNETLABS/Net-DNS-1.55_01/changes
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