Pgadmin.org pgAdmin 4: Betriebssystem-Befehlsinjektion (CVE-2026-17347)
Veröffentlicht Zuletzt geändert Quellen: CVE.org, BSI
Was ist betroffen, was ist zu tun
Die Einstellung MASTER_PASSWORD_HOOK, eingeführt in pgAdmin 4 7.2, ermöglicht es einem Administrator, einen externen Befehl zu konfigurieren, der ein pro Benutzer Verschlüsselungsschlüssel zurückgibt, wobei %u im konfigurierten String durch den Namen des aktuellen Benutzers ersetzt wird. Die vorherige Implementierung ersetzte den Benutzernamen direkt in die Befehlszeichenkette und führte das Ergebnis mit subprocess.Popen(..., shell=True) aus.
Aktualisieren Sie Pgadmin.org pgAdmin 4 auf Version 9.17.
- Betroffen
- Pgadmin.org pgAdmin 4
lt 7.2..9.17
- Pgadmin.org pgAdmin 4
- Behoben in
- Pgadmin.org pgAdmin 4
9.17
- Pgadmin.org pgAdmin 4
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Metriken
8,8
Priorität
XIEM Effective CVSS: höchste verfügbare CVSS-Bewertung aus NVD- und Herstellerangaben.
Quelle: NVD, CVSS v3
8,8
CVSS v3
Schweregrad Hoch auf der Skala von 0 bis 10.
Quelle: CVE.org, BSI
0,7 %
EPSS-Score
Niedrig – Modell schätzt < 1 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
Quelle: FIRST EPSS, Perzentil 53,9
Alle Metriken anzeigen
- Schweregrad
- Hoch
Priorität (0–325)
Der Priorisierungs-Score ist eine zusammengeführte Kennzahl, die mehrere Einzelsignale zu einer einzigen, handlungsleitenden Rangfolge verdichtet: technische Schwere (CVSS), Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS), der Status als bekannt ausgenutzt (KEV) und der Kontext des betroffenen Assets. Ziel ist die Antwort auf die einzig wirklich wichtige Frage im Schwachstellenmanagement: Was zuerst?
Im Glossar lesen- 88.68 Methodik
Exploit-Reife
Ein Exploit ist Code oder eine Technik, die eine konkrete Schwachstelle gezielt ausnutzt, um ein unbeabsichtigtes Verhalten zu erzwingen — etwa Code auszuführen oder Rechte auszuweiten. Er ist das Werkzeug, das aus einer theoretischen Lücke einen praktischen Angriff macht.
Im Glossar lesen- kein öffentlicher PoC bekannt
XIEM Effective CVSS
XIEM® ist das gestufte Managed-Security-Betriebsmodell von NEOSEC und eine eingetragene Marke der NEOSEC GmbH. Es erweitert klassisches SIEM — die zentrale Sammlung, Normalisierung und Korrelation sicherheitsrelevanter Ereignisse — um Endpunkt-Forensik, Netzwerk-Sichtbarkeit und Täuschungstechnik und führt diese zu drei aufeinander aufbauenden Stufen zusammen: Sentry, Orchestrate und Command.
Im Glossar lesen- 8,8 Methodik
CVSS v3
CVSS ist der weltweit verbreitete, offene Standard zur Bewertung der technischen Schwere einer Schwachstelle auf einer Skala von 0 bis 10. Er beschreibt, wie leicht eine Lücke ausnutzbar ist und welchen Schaden sie anrichten kann — nicht jedoch, wie wahrscheinlich ihre tatsächliche Ausnutzung ist. CVSS und das ergänzende EPSS beantworten bewusst unterschiedliche Fragen.
Im Glossar lesen- 8,8
CVSS v4
CVSS ist der weltweit verbreitete, offene Standard zur Bewertung der technischen Schwere einer Schwachstelle auf einer Skala von 0 bis 10. Er beschreibt, wie leicht eine Lücke ausnutzbar ist und welchen Schaden sie anrichten kann — nicht jedoch, wie wahrscheinlich ihre tatsächliche Ausnutzung ist. CVSS und das ergänzende EPSS beantworten bewusst unterschiedliche Fragen.
Im Glossar lesen- 7,7
EPSS-Score
Der EPSS-Score ist der absolute Modell-Output für eine einzelne Schwachstelle: die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer realen Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1 (bzw. 0 % bis 100 %). Ein Score von 0,42 bedeutet „das Modell schätzt eine 42-prozentige Chance auf reale Ausnutzung binnen 30 Tagen“.
Im Glossar lesen- 0,7 %
- Niedrig – Modell schätzt < 1 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
EPSS-Perzentil
Das EPSS-Perzentil ist die relative Einordnung einer Schwachstelle innerhalb aller EPSS-bewerteten CVEs, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1. Ein Perzentil von 0,90 bedeutet „diese CVE hat einen höheren EPSS-Score als 90 % aller anderen bewerteten CVEs“. Anders als der EPSS-Score ist es keine Wahrscheinlichkeit — sondern eine Positionierung im Ranking.
Im Glossar lesen- 53,9
- Hoch – CVE rangiert über dem Median aller heute bewerteten CVEs (Rang ≥ 36 %).
KEV-Status
Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.
Im Glossar lesen- —
- Veröffentlicht
- CISA-Bewertung (SSVC)
- Ausnutzung: keine bekannt · nicht automatisierbar · Auswirkung: vollständig
- Quelle: CISA Vulnrichment, Stand 31. Juli 2026
CWE
CWE ist ein Katalog typischer Schwächen-Arten in Software und Hardware — etwa fehlerhafte Eingabevalidierung, unsichere Speicherbehandlung oder mangelhafte Authentisierung. Während eine CVE eine konkrete Schwachstelle in einem konkreten Produkt benennt, beschreibt eine CWE die zugrunde liegende Fehlerklasse.
Im Glossar lesen- CWE-78, CWE-88
Erkennungsregeln
Für diese Schwachstelle liegt noch keine NEOSEC-Erkennungsregel vor.
Einordnung nach NIS2 und CRA
Regelbasierte Einordnung aus Ausnutzungsstatus und Schweregrad. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.
NIS2
NIS2 ist die EU-Richtlinie (EU) 2022/2555 zur Erhöhung des Cybersicherheitsniveaus in der Union. Sie weitet Pflichten gegenüber der ersten NIS-Richtlinie deutlich aus: mehr Sektoren, verbindliches Risikomanagement, gestufte Meldepflichten und persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung.
Im Glossar lesen- Hohe technische Schwere: Bewerten und beheben Sie die Schwachstelle im Schwachstellenmanagement nach Art. 21 Abs. 2 lit. e NIS2 und dokumentieren Sie die Entscheidung.
CRA
Der CRA ist die EU-Verordnung (EU) 2024/2847 mit horizontalen Cybersicherheitsanforderungen an „Produkte mit digitalen Elementen“ — von Industriesteuerungen über Software bis zu vernetzten Verbrauchergeräten. Erstmals müssen Hersteller Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus gewährleisten, Schwachstellen behandeln und Sicherheitsupdates bereitstellen.
Im Glossar lesen- Ab dem 11.12.2027 verpflichtet Anhang I Teil II CRA Hersteller betroffener Produkte mit digitalen Elementen, Schwachstellen unverzüglich zu behandeln und Sicherheitsupdates bereitzustellen.
ISO/IEC 27001
ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Er beschreibt einen risikobasierten, prozessorientierten Rahmen, um Informationssicherheit systematisch zu planen, umzusetzen, zu überprüfen und zu verbessern.
Im Glossar lesen- Maßnahme A.8.8, Management technischer Schwachstellen: Relevanz für Ihre Systeme bewerten, Behebung einplanen und nachweisen.
Beschreibung
Die Einstellung MASTER_PASSWORD_HOOK, eingeführt in pgAdmin 4 7.2, ermöglicht es einem Administrator, einen externen Befehl zu konfigurieren, der ein pro Benutzer Verschlüsselungsschlüssel zurückgibt, wobei %u im konfigurierten String durch den Namen des aktuellen Benutzers ersetzt wird. Die vorherige Implementierung ersetzte den Benutzernamen direkt in die Befehlszeichenkette und führte das Ergebnis mit subprocess.Popen(..., shell=True) aus. Da der Benutzername von einer externen Authentifizierungsquelle (OAuth/OIDC-Ansprüche, Kerberos, Webserver-Authentifizierung) stammen kann, anstatt von einem Wert, den pgAdmin vollständig kontrolliert, ermöglichte ein Benutzername mit Shell-Metazeichen (';', '$()', Backticks, Pipes, '&&', Zeilenumbrüche) es einem authentifizierten Benutzer, beliebige Befehle als das pgAdmin-Dienstkonto in jeder Bereitstellung auszuführen, bei der die konfigurierte Hook-Zeichenkette %u verwendet. Die Korrektur tokenisiert zuerst den vertrauenswürdigen, vom Administrator konfigurierten Hook-String in einen Argumentvektor (unter Verwendung von shlex im POSIX-Zitierungsmodus, wobei die Backslash-Escape-Funktion deaktiviert ist, damit Windows-Pfade nicht falsch interpretiert werden), ersetzt den unvertrauenswürdigen Benutzernamen in den einzelnen argv-Elementen und führt mit shell=False aus. Der Benutzername wird daher immer auf ein einzelnes argv-Element beschränkt; alle darin enthaltenen Shell-Metazeichen sind unwirksam. Administratoren, deren MASTER_PASSWORD_HOOK zuvor auf Shell-Funktionen (Pipes, Umleitung, Erweiterung von Umgebungsvariablen, Globbing) innerhalb der Hook-Zeichenkette selbst angewiesen war, müssen diese Logik in das aufgerufene Skript verlagern, da sie nicht mehr von einer Shell interpretiert wird. Dieses Problem betrifft pgAdmin 4: von Version 7.2 bis einschließlich 9.16.
Quelle: NVD (NIST), cvelistv5, BSI WID Portal, BSI CSAF
Betroffene Produkte
Betroffen sind die folgenden Versionen. Ältere Stände derselben Reihe sind ebenfalls verwundbar, sofern nicht anders angegeben.
| Betroffene Versionen | Behoben in | ||
|---|---|---|---|
| pgadmin.org | pgAdmin 4 |
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| pgadmin | pgadmin_4 |
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| Open Source | pgAdmin |
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Hersteller und Produkte
Weakness-Klassen (CWE)
CWE-78Improper Neutralization of Special Elements used in an OS Command ('OS Command Injection')
Base
The product constructs all or part of an OS command using externally-influenced input from an upstream component, but it does not neutralize or incorrectly neutralizes special elements that could modify the intended OS command when it is sent to a downstream component.
Eintrag bei MITRE CWE-78CWE-88Improper Neutralization of Argument Delimiters in a Command ('Argument Injection')
Base
The product constructs a string for a command to be executed by a separate component in another control sphere, but it does not properly delimit the intended arguments, options, or switches within that command string.
Eintrag bei MITRE CWE-88
Quellen & Referenzen
- github.compgadmin-org/pgadmin4/issues/10191Issue-Tracker, Issue-Tracker, Patch, Herstellerhinweis
- github.compgadmin-org/pgadmin4/commit/ea7e798aac27174d2bacee1d6e136bed76a…Patch, Patch
- github.compgadmin-org/pgadmin4/commit/e7a85767314e7b0fe0b35fe80b9c1af38f4…Patch, Patch
Änderungen an der CVE
Wer diese CVE wann geändert hat: die NVD (Analyse, betroffene Produkte, CVSS), der Herausgeber der CVE (CNA) und ergänzende Stellen wie CISA (ADP).
Erstanalyse durch die NVDNVD
Neu als betroffen eingetragen:- pgAdmin Project pgAdmin 4 (7.2 – vor 9.17)
CVSS V3.1: AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
5 Einzeländerungen im Original anzeigen
Einzeländerungen dieses Ereignisses im Original der NVD Art Aktion Vorher Nachher CVSS ergänzt —AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HProduktkonfiguration ergänzt —OR *cpe:2.3:a:pgadmin:pgadmin_4:*:*:*:*:*:postgresql:*:* versions from (including) 7.2 up to (excluding) 9.17Referenztyp ergänzt —PostgreSQL: https://github.com/pgadmin-org/pgadmin4/commit/e7a85767314e7b0fe0b35fe80b9c1af38f48dff6 Types: PatchReferenztyp ergänzt —PostgreSQL: https://github.com/pgadmin-org/pgadmin4/commit/ea7e798aac27174d2bacee1d6e136bed76a95e23 Types: PatchReferenztyp ergänzt —PostgreSQL: https://github.com/pgadmin-org/pgadmin4/issues/10191 Types: Issue Tracking, Patch, Vendor AdvisoryKennung der Quelle: nvd@nist.gov
Eintrag geändertCISA ADP
CISA-Einschätzung (SSVC): Ausnutzung: keine bekannt, automatisierbar: nein
Einzeländerung im Original anzeigen
Einzeländerungen dieses Ereignisses im Original der NVD Art Aktion Vorher Nachher SSVC-Einschätzung ergänzt —{"id":"CVE-2026-17347","role":"CISA Coordinator","options":[{"exploitation":"none"},{"automatable":"no"},{"technicalImpact":"total"}],"version":"2.0.3","timestamp":"2026-07-31T17:23:19.113335Z"}Kennung der Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0
Neu erfasstf86ef6dc…
CVSS V4.0: AV:N/AC:H/AT:N/PR:L/UI:N/VC:H/VI:H/VA:H/SC:N/SI:N/SA:N
CVSS V3.1: AV:N/AC:H/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Schwachstellentyp: CWE-78, CWE-88
Beschreibung erfasst oder geändert
9 Einzeländerungen im Original anzeigen
Einzeländerungen dieses Ereignisses im Original der NVD Art Aktion Vorher Nachher Betroffene Versionen (Herausgeber) ergänzt —pgAdmin 4Beschreibung ergänzt —The MASTER_PASSWORD_HOOK setting, introduced in pgAdmin 4 7.2, lets an administrator configure an external command that returns a per-user encryption key, with %u in the configured string replaced by the current user's name. The previous implementation substituted the username directly into the command string and executed the result with subprocess.Popen(..., shell=True). Because the username can originate from an external authentication source (OAuth/OIDC claims, Kerberos, webserver auth) rather than a value pgAdmin fully controls, a username containing shell metacharacters (';', '$()', backticks, pipes, '&&', newlines) allowed an authenticated user to execute arbitrary commands as the pgAdmin service account in any deployment where the configured hook string uses %u. Fix tokenises the trusted, administrator-configured hook string into an argument vector first (using shlex in POSIX-quoting mode, with backslash-escaping disabled so Windows-style paths are not mis-parsed), substitutes the untrusted username into the individual argv elements, and executes with shell=False. The username is therefore always confined to a single argv element; any shell metacharacters it contains are inert. Administrators whose MASTER_PASSWORD_HOOK previously relied on shell features (pipes, redirection, environment-variable expansion, globbing) within the hook string itself must move that logic into the invoked script, since it is no longer interpreted by a shell. This issue affects pgAdmin 4: from 7.2 before 9.17.CVSS ergänzt —AV:N/AC:H/AT:N/PR:L/UI:N/VC:H/VI:H/VA:H/SC:N/SI:N/SA:N/E:X/CR:X/IR:X/AR:X/MAV:X/MAC:X/MAT:X/MPR:X/MUI:X/MVC:X/MVI:X/MVA:X/MSC:X/MSI:X/MSA:X/S:X/AU:X/R:X/V:X/RE:X/U:XCVSS ergänzt —AV:N/AC:H/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HSchwachstellentyp (CWE) ergänzt —CWE-78Schwachstellentyp (CWE) ergänzt —CWE-88Referenz ergänzt —https://github.com/pgadmin-org/pgadmin4/commit/e7a85767314e7b0fe0b35fe80b9c1af38f48dff6Referenz ergänzt —https://github.com/pgadmin-org/pgadmin4/commit/ea7e798aac27174d2bacee1d6e136bed76a95e23Referenz ergänzt —https://github.com/pgadmin-org/pgadmin4/issues/10191Kennung der Quelle: f86ef6dc-4d3a-42ad-8f28-e6d5547a5007
Eine Übersetzung der NVD in eine andere Sprache ist ausgeblendet.
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