CISA
US-Behörde für Cyber- und Infrastruktursicherheit
Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (USA)
Die CISA ist die zivile Cybersicherheitsbehörde der USA, angesiedelt im Heimatschutzministerium. Sie schützt kritische Infrastrukturen, koordiniert die nationale Vorfallsbewältigung und betreibt den weltweit beachteten Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV). Zudem ist sie der staatliche Sponsor des Allgemeine Schwachstellen und Risiken (CVE)-Programms.
Historie & Fakten. CISA wurde 2018 als eigenständige Behörde geschaffen und entwickelte sich rasch zu einer zentralen Stimme der zivilen Cyberverteidigung — mit Diensten wie dem Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV)-Katalog, der nicht nur Schwachstellen listet, sondern verbindliche Patch-Fristen für Bundesbehörden setzt. Seit Anfang 2025 hat die Behörde jedoch durch Personalabbau rund ein Drittel ihrer Belegschaft verloren, und für die Folgejahre stehen weitere Budget- und Stellenkürzungen im Raum.
Ausblick & Empfehlung. Die Entwicklung bei CISA — wie auch die Beinahe-Abschaltung des Allgemeine Schwachstellen und Risiken (CVE)-Programms 2025 — zeigt, wie verletzlich global genutzte, staatlich finanzierte Sicherheitsinfrastruktur gegenüber Haushaltszyklen ist. Für die Praxis bedeutet das, sich nicht auf eine einzige Quelle zu verlassen: Der Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV)-Katalog bleibt wertvoll, sollte aber mit System zur Vorhersage von Exploit-Wahrscheinlichkeiten (EPSS), herstellereigenen Advisories und europäischen Quellen wie der Schwachstellendatenbank der Europäischen Union (EUVD) kombiniert werden.