KritischCVE-2025-30397

    Microsoft Windows: Type-Confusion (CVE-2025-30397)

    Veröffentlicht In CISA KEV seit Quellen: CVE.org, pwn.watch, Msrc Update Guide

    Was ist betroffen, was ist zu tun

    Der Zugriff auf eine Ressource mit einem inkompatiblen Typ ('Typverwirrung') im Microsoft-Skript-Engine ermöglicht es einem nicht autorisierten Angreifer, Code über ein Netzwerk auszuführen.

    Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt; behandeln Sie sie vorrangig. Aktualisieren Sie Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation) auf Version 10.0.14393.8066, Microsoft Windows 10 Version 1507 auf Version 10.0.10240.21014, Microsoft Windows 10 Version 1607 auf Version 10.0.14393.8066. Sofortmaßnahmen, Mitigation und Erkennungsregeln stehen im Runbook unten.

    Betroffen
    • Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation) lt 10.0.14393.0..10.0.14393.8066
    • Microsoft Windows 10 Version 1507 lt 10.0.10240.0..10.0.10240.21014
    • Microsoft Windows 10 Version 1607 lt 10.0.14393.0..10.0.14393.8066
    • Microsoft Windows 10 Version 1809 lt 10.0.17763.0..10.0.17763.7314
    • Microsoft Windows 10 Version 21H2 lt 10.0.19044.0..10.0.19044.5854
    • Microsoft Windows 10 Version 22H2 lt 10.0.19045.0..10.0.19045.5854
    • Microsoft Windows 11 version 22H2 lt 10.0.22621.0..10.0.22621.5335
    • Microsoft Windows 11 version 22H3 lt 10.0.22631.0..10.0.22631.5335
    • Microsoft Windows 11 Version 23H2 lt 10.0.22631.0..10.0.22631.5335
    • Microsoft Windows 11 Version 24H2 lt 10.0.26100.0..10.0.26100.4061
    • Microsoft Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 lt 6.1.7601.0..6.1.7601.27729
    • Microsoft Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (Server Core installation) lt 6.1.7601.0..6.1.7601.27729
    • Microsoft Windows Server 2008 Service Pack 2 lt 6.0.6003.0..6.0.6003.23279
    • Microsoft Windows Server 2008 Service Pack 2 (Server Core installation) lt 6.0.6003.0..6.0.6003.23279
    • Microsoft Windows Server 2012 lt 6.2.9200.0..6.2.9200.25475
    • Microsoft Windows Server 2012 (Server Core installation) lt 6.2.9200.0..6.2.9200.25475
    • Microsoft Windows Server 2012 R2 lt 6.3.9600.0..6.3.9600.22577
    • Microsoft Windows Server 2012 R2 (Server Core installation) lt 6.3.9600.0..6.3.9600.22577
    • Microsoft Windows Server 2016 lt 10.0.14393.0..10.0.14393.8066
    • Microsoft Windows Server 2019 lt 10.0.17763.0..10.0.17763.7314
    • Microsoft Windows Server 2019 (Server Core installation) lt 10.0.17763.0..10.0.17763.7314
    • Microsoft Windows Server 2022 lt 10.0.20348.0..10.0.20348.3692
    • Microsoft Windows Server 2022, 23H2 Edition (Server Core installation) lt 10.0.25398.0..10.0.25398.1611
    • Microsoft Windows Server 2025 lt 10.0.26100.0..10.0.26100.4061
    • Microsoft Windows Server 2025 (Server Core installation) lt 10.0.26100.0..10.0.26100.4061
    Behoben in
    • Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation) 10.0.14393.8066
    • Microsoft Windows 10 Version 1507 10.0.10240.21014
    • Microsoft Windows 10 Version 1607 10.0.14393.8066
    • Microsoft Windows 10 Version 1809 10.0.17763.7314
    • Microsoft Windows 10 Version 21H2 10.0.19044.5854
    • Microsoft Windows 10 Version 22H2 10.0.19045.5854
    • Microsoft Windows 11 version 22H2 10.0.22621.5335
    • Microsoft Windows 11 version 22H3 10.0.22631.5335
    • Microsoft Windows 11 Version 23H2 10.0.22631.5335
    • Microsoft Windows 11 Version 24H2 10.0.26100.4061
    • Microsoft Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 6.1.7601.27729
    • Microsoft Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (Server Core installation) 6.1.7601.27729
    • Microsoft Windows Server 2008 Service Pack 2 6.0.6003.23279
    • Microsoft Windows Server 2008 Service Pack 2 (Server Core installation) 6.0.6003.23279
    • Microsoft Windows Server 2012 6.2.9200.25475
    • Microsoft Windows Server 2012 (Server Core installation) 6.2.9200.25475
    • Microsoft Windows Server 2012 R2 6.3.9600.22577
    • Microsoft Windows Server 2012 R2 (Server Core installation) 6.3.9600.22577
    • Microsoft Windows Server 2016 10.0.14393.8066
    • Microsoft Windows Server 2019 10.0.17763.7314
    • Microsoft Windows Server 2019 (Server Core installation) 10.0.17763.7314
    • Microsoft Windows Server 2022 10.0.20348.3692
    • Microsoft Windows Server 2022, 23H2 Edition (Server Core installation) 10.0.25398.1611
    • Microsoft Windows Server 2025 10.0.26100.4061
    • Microsoft Windows Server 2025 (Server Core installation) 10.0.26100.4061

    Unklar, ob und wie Sie betroffen sind? Frage zu dieser Schwachstelle stellen

    Metriken

    7,5

    Priorität

    XIEM Effective CVSS: höchste verfügbare CVSS-Bewertung aus NVD- und Herstellerangaben.

    Quelle: NVD, CVSS v3

    7,5

    CVSS v3

    Schweregrad Hoch auf der Skala von 0 bis 10.

    Quelle: CVE.org, pwn.watch, Msrc Update Guide

    27,3 %

    EPSS-Score

    Erhöht – Modell schätzt 10-50 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.

    Quelle: FIRST EPSS, Perzentil 98,1

    Alle Metriken anzeigen
    Schweregrad
    Kritisch
    Priorität (0–325)

    Der Priorisierungs-Score ist eine zusammengeführte Kennzahl, die mehrere Einzelsignale zu einer einzigen, handlungsleitenden Rangfolge verdichtet: technische Schwere (CVSS), Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS), der Status als bekannt ausgenutzt (KEV) und der Kontext des betroffenen Assets. Ziel ist die Antwort auf die einzig wirklich wichtige Frage im Schwachstellenmanagement: Was zuerst?

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    223.47 Methodik
    Exploit-Reife

    Ein Exploit ist Code oder eine Technik, die eine konkrete Schwachstelle gezielt ausnutzt, um ein unbeabsichtigtes Verhalten zu erzwingen — etwa Code auszuführen oder Rechte auszuweiten. Er ist das Werkzeug, das aus einer theoretischen Lücke einen praktischen Angriff macht.

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    aktiv ausgenutztQuelle: VulnCheck KEV (öffnet in neuem Tab) So stufen wir ein
    XIEM Effective CVSS

    XIEM® ist das gestufte Managed-Security-Betriebsmodell von NEOSEC und eine eingetragene Marke der NEOSEC GmbH. Es erweitert klassisches SIEM — die zentrale Sammlung, Normalisierung und Korrelation sicherheitsrelevanter Ereignisse — um Endpunkt-Forensik, Netzwerk-Sichtbarkeit und Täuschungstechnik und führt diese zu drei aufeinander aufbauenden Stufen zusammen: Sentry, Orchestrate und Command.

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    7,5 Methodik
    CVSS v3

    CVSS ist der weltweit verbreitete, offene Standard zur Bewertung der technischen Schwere einer Schwachstelle auf einer Skala von 0 bis 10. Er beschreibt, wie leicht eine Lücke ausnutzbar ist und welchen Schaden sie anrichten kann — nicht jedoch, wie wahrscheinlich ihre tatsächliche Ausnutzung ist. CVSS und das ergänzende EPSS beantworten bewusst unterschiedliche Fragen.

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    7,5
    EPSS-Score

    Der EPSS-Score ist der absolute Modell-Output für eine einzelne Schwachstelle: die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer realen Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1 (bzw. 0 % bis 100 %). Ein Score von 0,42 bedeutet „das Modell schätzt eine 42-prozentige Chance auf reale Ausnutzung binnen 30 Tagen“.

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    27,3 %
    Erhöht – Modell schätzt 10-50 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
    EPSS-Perzentil

    Das EPSS-Perzentil ist die relative Einordnung einer Schwachstelle innerhalb aller EPSS-bewerteten CVEs, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1. Ein Perzentil von 0,90 bedeutet „diese CVE hat einen höheren EPSS-Score als 90 % aller anderen bewerteten CVEs“. Anders als der EPSS-Score ist es keine Wahrscheinlichkeit — sondern eine Positionierung im Ranking.

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    98,1
    Kritisch – CVE liegt im obersten Fünftel aller heute bewerteten CVEs (Rang ≥ 80 %).
    KEV-Status

    Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.

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    Aktiv ausgenutzt
    Veröffentlicht
    In CISA KEV seit

    Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.

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    CWE

    CWE ist ein Katalog typischer Schwächen-Arten in Software und Hardware — etwa fehlerhafte Eingabevalidierung, unsichere Speicherbehandlung oder mangelhafte Authentisierung. Während eine CVE eine konkrete Schwachstelle in einem konkreten Produkt benennt, beschreibt eine CWE die zugrunde liegende Fehlerklasse.

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    CWE-843

    Behebung und Mitigation

    Warum sofort handeln?

    Priorisierung

    Die Schwachstelle wurde von Microsoft als bereits zum Patchday ausgenutzte Zero-Day-Lücke behoben. Sie ist über das Netzwerk ohne Authentifizierung erreichbar, erfordert jedoch eine Benutzerinteraktion (Aufruf einer präparierten URL) und eine höhere Angriffskomplexität. Laut Vendor-Angaben ist dafür typischerweise ein im IE-Modus geladener Kontext nötig. Die Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist sehr hoch, und ein erfolgreicher Angriff führt zu Codeausführung im Benutzerkontext. Das macht die Lücke attraktiv für gezielte Phishing-Kampagnen gegen Organisationen mit Legacy-Webanwendungen – häufig Verwaltung, KRITIS-Betreiber und Fertigung. Eine Nutzung durch Ransomware ist laut CISA bislang nicht bekannt. Organisationen mit aktivem IE-Modus sollten die Lücke als kritisch behandeln und binnen 72 h patchen. Ist der IE-Modus flächendeckend deaktiviert, genügt die reguläre beschleunigte Patchfrist.

    1. Schritt 1 im Runbook

      Sofort-Response (0-24 h)

      • Sicherheitsupdate Mai 2025 (Patchday 13.05.2025) ausrollen und die Zielbuild-Stände prüfen: Windows 11 22H2 ≥ 10.0.22621.5335, Windows 11 23H2/„22H3“ ≥ 10.0.22631.5335, Windows 10 22H2 ≥ 10.0.19045.5854, 21H2 ≥ 10.0.19044.5854, 1809 ≥ 10.0.17763.7314, 1607 ≥ 10.0.14393.8066, 1507 ≥ 10.0.10240.21014. Die konkrete KB-Nummer je Build entnehmen Sie dem MSRC-Advisory. Für Windows-Server-Editionen ist die Betroffenheit ebenfalls im Advisory zu prüfen, da sie in diesem Kontext nicht aufgeführt sind.
      • Bestand ungepatchter Systeme erheben: In Defender for Endpoint DeviceTvmSoftwareVulnerabilities | where CveId == "CVE-2025-30397" | summarize by DeviceName, OSVersion. Alternativ den OS-Build per Intune, SCCM oder WSUS-Bericht gegen die oben genannten Mindest-Builds abgleichen.
      • Patchreihenfolge festlegen: Zuerst Arbeitsplätze, auf denen der Internet-Explorer-Modus in Microsoft Edge aktiv ist (Legacy-Intranet, SAP-GUI-Webkomponenten, Fachverfahren). Danach Admin-Workstations und Systeme mit privilegierten Benutzern, anschließend die übrigen Clients.
      • IE-Modus übergangsweise einschränken, wo ein Patch nicht binnen 24 h möglich ist (siehe Mitigation-Layer). Fachbereiche mit IE-Mode-Abhängigkeit vorab informieren.
      • Nutzer sensibilisieren: Eine kurze Warnung vor unerwarteten Links in E-Mails, Teams-Chats und Messenger-Nachrichten versenden. Die Ausnutzung erfordert, dass das Opfer eine präparierte URL aufruft.
    2. Schritt 2 im Runbook

      Mitigation-Layer

      • Konfiguration (Edge-Richtlinie): Per GPO oder Intune InternetExplorerIntegrationLevel = 0 setzen. Ist der IE-Modus geschäftskritisch, mindestens InternetExplorerIntegrationReloadInIEModeAllowed = 0 setzen und den IE-Modus ausschließlich über eine Enterprise-Site-List mit freigegebenen Intranet-URLs zulassen.
      • Endpoint-Härtung (ASR): Die Attack-Surface-Reduction-Regeln „Block JavaScript or VBScript from launching downloaded executable content“ (d3e037e1-3eb8-44c8-a917-57927947596d) und „Block executable files from running unless they meet a prevalence, age, or trusted list criterion“ im Block-Modus aktivieren. Zusätzlich WDAC- oder AppLocker-Regeln gegen die Ausführung aus %TEMP% und %LOCALAPPDATA% durchsetzen.
      • Legacy-Skripting einschränken: Per GPO in den IE-Sicherheitszonen „Internet“ und „Eingeschränkte Sites“ die Einstellung „Active Scripting“ auf „Deaktivieren“ setzen. Dadurch wird jscript9.dll im IE-Kontext für externe Inhalte nicht ausgeführt.
      • Netzwerk / Proxy: Die URL-Kategorien „Newly Registered Domains“ und „Uncategorized“ für Clients blockieren oder per TLS-Inspection prüfen. Für Prozesse wie iexplore.exe ausgehende Verbindungen nur zu internen Zielen (Intranet-Allowlist) erlauben.
      • IAM / Least Privilege: Keine lokalen Administratorrechte für Standardbenutzer vergeben und Administrationsaufgaben ausschließlich über separate PAW durchführen. Code wird im Kontext des angemeldeten Benutzers ausgeführt, daher begrenzen geringe Rechte den Schaden.
    3. Schritt 3 im Runbook

      Detection-Regeln

      • Prozessabstammung (Sysmon EID 1 / EDR): Verdächtig sind Kindprozesse von iexplore.exe, das im IE-Modus unter msedge.exe gestartet wird. KQL: DeviceProcessEvents | where InitiatingProcessFileName =~ "iexplore.exe" and FileName in~ ("cmd.exe","powershell.exe","pwsh.exe","rundll32.exe","regsvr32.exe","mshta.exe","wscript.exe","cscript.exe").
      • Modul-Ladevorgänge (Sysmon EID 7): Erfassen, wann jscript9.dll in iexplore.exe geladen wird, und mit dem Seitenaufruf einer externen Domain korrelieren. Auf Clients ohne freigegebene IE-Mode-Sites ist jedes Laden von jscript9.dll anomal.
      • Absturzindikatoren (Windows Application Log, EID 1000/1001): Anwendungsfehler mit Faulting module name: jscript9.dll deuten auf fehlgeschlagene Exploit-Versuche hin. SPL: index=wineventlog EventCode=1000 Faulting_Module_Name="jscript9.dll".
      • Dateisystem und Persistenz (Sysmon EID 11/13): Achten Sie auf ausführbare Dateien oder DLLs, die iexplore.exe in Benutzerverzeichnisse schreibt, sowie auf Run-Key- oder Scheduled-Task-Einträge kurz nach einem IE-Mode-Seitenaufruf. Ergänzend die ASR-Ereignisse EID 1121/1122 auswerten (Microsoft-Windows-Windows Defender/Operational).
      • Netzwerktelemetrie (Proxy/Zeek): HTTP(S)-Verbindungen von iexplore.exe oder mit IE-Mode-User-Agent (Trident/7.0) zu externen, selten gesehenen Domains sind auffällig. Sigma-Gerüst: logsource: proxy mit c-useragent|contains: 'Trident/7.0' und Filter auf cs-host außerhalb der Intranet-Allowlist.

    Erkennungsregeln

    Für diese Schwachstelle liegt noch keine NEOSEC-Erkennungsregel vor.

    Einordnung nach NIS2 und CRA

    Regelbasierte Einordnung aus Ausnutzungsstatus und Schweregrad. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

    NIS2

    NIS2 ist die EU-Richtlinie (EU) 2022/2555 zur Erhöhung des Cybersicherheitsniveaus in der Union. Sie weitet Pflichten gegenüber der ersten NIS-Richtlinie deutlich aus: mehr Sektoren, verbindliches Risikomanagement, gestufte Meldepflichten und persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung.

    Im Glossar lesen
    Aktiv ausgenutzt: Behandeln Sie die Schwachstelle im Schwachstellenmanagement nach Art. 21 Abs. 2 lit. e NIS2 vorrangig. Wird sie in Ihrer Umgebung ausgenutzt, prüfen Sie die Meldepflicht nach Art. 23 (Frühwarnung binnen 24 Stunden).
    CRA

    Der CRA ist die EU-Verordnung (EU) 2024/2847 mit horizontalen Cybersicherheitsanforderungen an „Produkte mit digitalen Elementen“ — von Industriesteuerungen über Software bis zu vernetzten Verbrauchergeräten. Erstmals müssen Hersteller Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus gewährleisten, Schwachstellen behandeln und Sicherheitsupdates bereitstellen.

    Im Glossar lesen
    Seit dem 11.09.2026 müssen Hersteller betroffener Produkte mit digitalen Elementen aktiv ausgenutzte Schwachstellen nach Art. 14 CRA melden, mit Frühwarnung binnen 24 Stunden über die zentrale Meldeplattform der ENISA.
    ISO/IEC 27001

    ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Er beschreibt einen risikobasierten, prozessorientierten Rahmen, um Informationssicherheit systematisch zu planen, umzusetzen, zu überprüfen und zu verbessern.

    Im Glossar lesen
    Maßnahme A.8.8, Management technischer Schwachstellen: Relevanz für Ihre Systeme bewerten, Behebung einplanen und nachweisen.

    Beschreibung

    Der Zugriff auf eine Ressource mit einem inkompatiblen Typ ('Typverwirrung') im Microsoft-Skript-Engine ermöglicht es einem nicht autorisierten Angreifer, Code über ein Netzwerk auszuführen.

    Originalquelle nur englisch verfügbar, maschinell ins Deutsche übersetzt.

    Quelle: cvelistv5, pwn.watch, NVD (NIST), Microsoft Security Update Guide, CISA KEV Catalog, CVE.org (MITRE)

    Betroffene Produkte

    Betroffen sind die folgenden Versionen. Ältere Stände derselben Reihe sind ebenfalls verwundbar, sofern nicht anders angegeben.

    Betroffene Produkte
    Betroffene VersionenBehoben in
    MicrosoftWindows 10 Version 1507
    • 10.0.10240.0 – < 10.0.10240.21014
    • 10.0.10240.21014
    MicrosoftWindows 10 Version 1607
    • 10.0.14393.0 – < 10.0.14393.8066
    • 10.0.14393.8066
    MicrosoftWindows 10 Version 1809
    • 10.0.17763.0 – < 10.0.17763.7314
    • 10.0.17763.7314
    MicrosoftWindows 10 Version 21H2
    • 10.0.19044.0 – < 10.0.19044.5854
    • 10.0.19044.5854
    MicrosoftWindows 10 Version 22H2
    • 10.0.19045.0 – < 10.0.19045.5854
    • 10.0.19045.5854
    MicrosoftWindows 11 version 22H2
    • 10.0.22621.0 – < 10.0.22621.5335
    • 10.0.22621.5335
    MicrosoftWindows 11 version 22H3
    • 10.0.22631.0 – < 10.0.22631.5335
    • 10.0.22631.5335
    MicrosoftWindows 11 Version 23H2
    • 10.0.22631.0 – < 10.0.22631.5335
    • 10.0.22631.5335
    MicrosoftWindows 11 Version 24H2
    • 10.0.26100.0 – < 10.0.26100.4061
    • 10.0.26100.4061
    MicrosoftWindows Server 2008 R2 Service Pack 1
    • 6.1.7601.0 – < 6.1.7601.27729
    • 6.1.7601.27729
    MicrosoftWindows Server 2008 R2 Service Pack 1 (Server Core installation)
    • 6.1.7601.0 – < 6.1.7601.27729
    • 6.1.7601.27729
    MicrosoftWindows Server 2008 Service Pack 2
    • 6.0.6003.0 – < 6.0.6003.23279
    • 6.0.6003.23279
    MicrosoftWindows Server 2008 Service Pack 2 (Server Core installation)
    • 6.0.6003.0 – < 6.0.6003.23279
    • 6.0.6003.23279
    MicrosoftWindows Server 2012
    • 6.2.9200.0 – < 6.2.9200.25475
    • 6.2.9200.25475
    MicrosoftWindows Server 2012 (Server Core installation)
    • 6.2.9200.0 – < 6.2.9200.25475
    • 6.2.9200.25475
    MicrosoftWindows Server 2012 R2
    • 6.3.9600.0 – < 6.3.9600.22577
    • 6.3.9600.22577
    MicrosoftWindows Server 2012 R2 (Server Core installation)
    • 6.3.9600.0 – < 6.3.9600.22577
    • 6.3.9600.22577
    MicrosoftWindows Server 2016
    • 10.0.14393.0 – < 10.0.14393.8066
    • 10.0.14393.8066
    MicrosoftWindows Server 2016 (Server Core installation)
    • 10.0.14393.0 – < 10.0.14393.8066
    • 10.0.14393.8066
    MicrosoftWindows Server 2019
    • 10.0.17763.0 – < 10.0.17763.7314
    • 10.0.17763.7314
    MicrosoftWindows Server 2019 (Server Core installation)
    • 10.0.17763.0 – < 10.0.17763.7314
    • 10.0.17763.7314
    MicrosoftWindows Server 2022
    • 10.0.20348.0 – < 10.0.20348.3692
    • 10.0.20348.3692
    MicrosoftWindows Server 2022, 23H2 Edition (Server Core installation)
    • 10.0.25398.0 – < 10.0.25398.1611
    • 10.0.25398.1611
    MicrosoftWindows Server 2025
    • 10.0.26100.0 – < 10.0.26100.4061
    • 10.0.26100.4061
    MicrosoftWindows Server 2025 (Server Core installation)
    • 10.0.26100.0 – < 10.0.26100.4061
    • 10.0.26100.4061

    Hersteller und Produkte

    Betroffene Betriebssysteme

    Betroffene Betriebssysteme
    Windowsmicrosoftwindows_10_1507—
    Windowsmicrosoftwindows_10_1607—
    Windowsmicrosoftwindows_10_1809—
    Windowsmicrosoftwindows_10_21h2—
    Windowsmicrosoftwindows_10_22h2—
    Windowsmicrosoftwindows_11_22h2—
    Windowsmicrosoftwindows_11_23h2—
    Windowsmicrosoftwindows_11_24h2—
    Windowsmicrosoftwindows_server_2008r2
    Windowsmicrosoftwindows_server_2008—
    Windowsmicrosoftwindows_server_2012r2
    Windowsmicrosoftwindows_server_2012—
    Windowsmicrosoftwindows_server_2016—
    Windowsmicrosoftwindows_server_2019—
    Windowsmicrosoftwindows_server_2022—
    Windowsmicrosoftwindows_server_2022_23h2—
    Windowsmicrosoftwindows_server_2025—

    Weakness-Klassen (CWE)

    • CWE-843Access of Resource Using Incompatible Type ('Type Confusion')

      Base

      The product allocates or initializes a resource such as a pointer, object, or variable using one type, but it later accesses that resource using a type that is incompatible with the original type.

      Eintrag bei MITRE CWE-843

    Öffentliche Exploit-Referenzen

    Öffentlich gemeldete Proof-of-Concepts, Exploit-Module und Detection-Templates zu dieser Schwachstelle. NEOSEC verlinkt ausschließlich auf die Originalquellen und stellt keinen Exploit-Code bereit.

    Öffentliche Exploit-Referenzen
    CISA KEV CatalogCISA Known Exploited Vulnerability (öffnet in neuem Tab)cisa.govaktiv ausgenutzt

    Quellen & Referenzen

    Badge einbetten

    Zeigen Sie Schweregrad und KEV-Status dieser Schwachstelle auf Ihrer Seite – mit Link hierher. Das Bild wird stündlich aktualisiert.

    Badge-Vorschau für CVE-2025-30397
    <a href="https://intel.neosec.eu/cve/CVE-2025-30397"><img src="https://intel.neosec.eu/badge/cve/CVE-2025-30397.svg" alt="CVE-2025-30397 – NEOSEC Intel" height="20"></a>