Microsoft Windows: Type-Confusion (CVE-2025-30397)
Veröffentlicht In CISA KEV seit Quellen: CVE.org, pwn.watch, Msrc Update Guide
Was ist betroffen, was ist zu tun
Der Zugriff auf eine Ressource mit einem inkompatiblen Typ ('Typverwirrung') im Microsoft-Skript-Engine ermöglicht es einem nicht autorisierten Angreifer, Code über ein Netzwerk auszuführen.
Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt; behandeln Sie sie vorrangig. Aktualisieren Sie Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation) auf Version 10.0.14393.8066, Microsoft Windows 10 Version 1507 auf Version 10.0.10240.21014, Microsoft Windows 10 Version 1607 auf Version 10.0.14393.8066. Sofortmaßnahmen, Mitigation und Erkennungsregeln stehen im Runbook unten.
- Betroffen
- Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation)
lt 10.0.14393.0..10.0.14393.8066 - Microsoft Windows 10 Version 1507
lt 10.0.10240.0..10.0.10240.21014 - Microsoft Windows 10 Version 1607
lt 10.0.14393.0..10.0.14393.8066 - Microsoft Windows 10 Version 1809
lt 10.0.17763.0..10.0.17763.7314 - Microsoft Windows 10 Version 21H2
lt 10.0.19044.0..10.0.19044.5854 - Microsoft Windows 10 Version 22H2
lt 10.0.19045.0..10.0.19045.5854 - Microsoft Windows 11 version 22H2
lt 10.0.22621.0..10.0.22621.5335 - Microsoft Windows 11 version 22H3
lt 10.0.22631.0..10.0.22631.5335 - Microsoft Windows 11 Version 23H2
lt 10.0.22631.0..10.0.22631.5335 - Microsoft Windows 11 Version 24H2
lt 10.0.26100.0..10.0.26100.4061 - Microsoft Windows Server 2008 R2 Service Pack 1
lt 6.1.7601.0..6.1.7601.27729 - Microsoft Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (Server Core installation)
lt 6.1.7601.0..6.1.7601.27729 - Microsoft Windows Server 2008 Service Pack 2
lt 6.0.6003.0..6.0.6003.23279 - Microsoft Windows Server 2008 Service Pack 2 (Server Core installation)
lt 6.0.6003.0..6.0.6003.23279 - Microsoft Windows Server 2012
lt 6.2.9200.0..6.2.9200.25475 - Microsoft Windows Server 2012 (Server Core installation)
lt 6.2.9200.0..6.2.9200.25475 - Microsoft Windows Server 2012 R2
lt 6.3.9600.0..6.3.9600.22577 - Microsoft Windows Server 2012 R2 (Server Core installation)
lt 6.3.9600.0..6.3.9600.22577 - Microsoft Windows Server 2016
lt 10.0.14393.0..10.0.14393.8066 - Microsoft Windows Server 2019
lt 10.0.17763.0..10.0.17763.7314 - Microsoft Windows Server 2019 (Server Core installation)
lt 10.0.17763.0..10.0.17763.7314 - Microsoft Windows Server 2022
lt 10.0.20348.0..10.0.20348.3692 - Microsoft Windows Server 2022, 23H2 Edition (Server Core installation)
lt 10.0.25398.0..10.0.25398.1611 - Microsoft Windows Server 2025
lt 10.0.26100.0..10.0.26100.4061 - Microsoft Windows Server 2025 (Server Core installation)
lt 10.0.26100.0..10.0.26100.4061
- Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation)
- Behoben in
- Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation)
10.0.14393.8066 - Microsoft Windows 10 Version 1507
10.0.10240.21014 - Microsoft Windows 10 Version 1607
10.0.14393.8066 - Microsoft Windows 10 Version 1809
10.0.17763.7314 - Microsoft Windows 10 Version 21H2
10.0.19044.5854 - Microsoft Windows 10 Version 22H2
10.0.19045.5854 - Microsoft Windows 11 version 22H2
10.0.22621.5335 - Microsoft Windows 11 version 22H3
10.0.22631.5335 - Microsoft Windows 11 Version 23H2
10.0.22631.5335 - Microsoft Windows 11 Version 24H2
10.0.26100.4061 - Microsoft Windows Server 2008 R2 Service Pack 1
6.1.7601.27729 - Microsoft Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (Server Core installation)
6.1.7601.27729 - Microsoft Windows Server 2008 Service Pack 2
6.0.6003.23279 - Microsoft Windows Server 2008 Service Pack 2 (Server Core installation)
6.0.6003.23279 - Microsoft Windows Server 2012
6.2.9200.25475 - Microsoft Windows Server 2012 (Server Core installation)
6.2.9200.25475 - Microsoft Windows Server 2012 R2
6.3.9600.22577 - Microsoft Windows Server 2012 R2 (Server Core installation)
6.3.9600.22577 - Microsoft Windows Server 2016
10.0.14393.8066 - Microsoft Windows Server 2019
10.0.17763.7314 - Microsoft Windows Server 2019 (Server Core installation)
10.0.17763.7314 - Microsoft Windows Server 2022
10.0.20348.3692 - Microsoft Windows Server 2022, 23H2 Edition (Server Core installation)
10.0.25398.1611 - Microsoft Windows Server 2025
10.0.26100.4061 - Microsoft Windows Server 2025 (Server Core installation)
10.0.26100.4061
- Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation)
Unklar, ob und wie Sie betroffen sind? Frage zu dieser Schwachstelle stellen
Metriken
7,5
Priorität
XIEM Effective CVSS: höchste verfügbare CVSS-Bewertung aus NVD- und Herstellerangaben.
Quelle: NVD, CVSS v3
7,5
CVSS v3
Schweregrad Hoch auf der Skala von 0 bis 10.
Quelle: CVE.org, pwn.watch, Msrc Update Guide
27,3 %
EPSS-Score
Erhöht – Modell schätzt 10-50 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
Quelle: FIRST EPSS, Perzentil 98,1
Alle Metriken anzeigen
- Schweregrad
- Kritisch
Priorität (0–325)
Der Priorisierungs-Score ist eine zusammengeführte Kennzahl, die mehrere Einzelsignale zu einer einzigen, handlungsleitenden Rangfolge verdichtet: technische Schwere (CVSS), Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS), der Status als bekannt ausgenutzt (KEV) und der Kontext des betroffenen Assets. Ziel ist die Antwort auf die einzig wirklich wichtige Frage im Schwachstellenmanagement: Was zuerst?
Im Glossar lesen- 223.47 Methodik
Exploit-Reife
Ein Exploit ist Code oder eine Technik, die eine konkrete Schwachstelle gezielt ausnutzt, um ein unbeabsichtigtes Verhalten zu erzwingen — etwa Code auszuführen oder Rechte auszuweiten. Er ist das Werkzeug, das aus einer theoretischen Lücke einen praktischen Angriff macht.
Im Glossar lesen- aktiv ausgenutztQuelle: VulnCheck KEV (öffnet in neuem Tab) So stufen wir ein
XIEM Effective CVSS
XIEM® ist das gestufte Managed-Security-Betriebsmodell von NEOSEC und eine eingetragene Marke der NEOSEC GmbH. Es erweitert klassisches SIEM — die zentrale Sammlung, Normalisierung und Korrelation sicherheitsrelevanter Ereignisse — um Endpunkt-Forensik, Netzwerk-Sichtbarkeit und Täuschungstechnik und führt diese zu drei aufeinander aufbauenden Stufen zusammen: Sentry, Orchestrate und Command.
Im Glossar lesen- 7,5 Methodik
CVSS v3
CVSS ist der weltweit verbreitete, offene Standard zur Bewertung der technischen Schwere einer Schwachstelle auf einer Skala von 0 bis 10. Er beschreibt, wie leicht eine Lücke ausnutzbar ist und welchen Schaden sie anrichten kann — nicht jedoch, wie wahrscheinlich ihre tatsächliche Ausnutzung ist. CVSS und das ergänzende EPSS beantworten bewusst unterschiedliche Fragen.
Im Glossar lesen- 7,5
EPSS-Score
Der EPSS-Score ist der absolute Modell-Output für eine einzelne Schwachstelle: die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer realen Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1 (bzw. 0 % bis 100 %). Ein Score von 0,42 bedeutet „das Modell schätzt eine 42-prozentige Chance auf reale Ausnutzung binnen 30 Tagen“.
Im Glossar lesen- 27,3 %
- Erhöht – Modell schätzt 10-50 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
EPSS-Perzentil
Das EPSS-Perzentil ist die relative Einordnung einer Schwachstelle innerhalb aller EPSS-bewerteten CVEs, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1. Ein Perzentil von 0,90 bedeutet „diese CVE hat einen höheren EPSS-Score als 90 % aller anderen bewerteten CVEs“. Anders als der EPSS-Score ist es keine Wahrscheinlichkeit — sondern eine Positionierung im Ranking.
Im Glossar lesen- 98,1
- Kritisch – CVE liegt im obersten Fünftel aller heute bewerteten CVEs (Rang ≥ 80 %).
KEV-Status
Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.
Im Glossar lesen- Aktiv ausgenutzt
- Veröffentlicht
In CISA KEV seit
Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.
Im Glossar lesenCWE
CWE ist ein Katalog typischer Schwächen-Arten in Software und Hardware — etwa fehlerhafte Eingabevalidierung, unsichere Speicherbehandlung oder mangelhafte Authentisierung. Während eine CVE eine konkrete Schwachstelle in einem konkreten Produkt benennt, beschreibt eine CWE die zugrunde liegende Fehlerklasse.
Im Glossar lesen- CWE-843
Behebung und Mitigation
Warum sofort handeln?
Priorisierung
Die Schwachstelle wurde von Microsoft als bereits zum Patchday ausgenutzte Zero-Day-Lücke behoben. Sie ist über das Netzwerk ohne Authentifizierung erreichbar, erfordert jedoch eine Benutzerinteraktion (Aufruf einer präparierten URL) und eine höhere Angriffskomplexität. Laut Vendor-Angaben ist dafür typischerweise ein im IE-Modus geladener Kontext nötig. Die Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist sehr hoch, und ein erfolgreicher Angriff führt zu Codeausführung im Benutzerkontext. Das macht die Lücke attraktiv für gezielte Phishing-Kampagnen gegen Organisationen mit Legacy-Webanwendungen – häufig Verwaltung, KRITIS-Betreiber und Fertigung. Eine Nutzung durch Ransomware ist laut CISA bislang nicht bekannt. Organisationen mit aktivem IE-Modus sollten die Lücke als kritisch behandeln und binnen 72 h patchen. Ist der IE-Modus flächendeckend deaktiviert, genügt die reguläre beschleunigte Patchfrist.
Schritt 1 im Runbook
Sofort-Response (0-24 h)
- Sicherheitsupdate Mai 2025 (Patchday 13.05.2025) ausrollen und die Zielbuild-Stände prüfen: Windows 11 22H2 ≥ 10.0.22621.5335, Windows 11 23H2/„22H3“ ≥ 10.0.22631.5335, Windows 10 22H2 ≥ 10.0.19045.5854, 21H2 ≥ 10.0.19044.5854, 1809 ≥ 10.0.17763.7314, 1607 ≥ 10.0.14393.8066, 1507 ≥ 10.0.10240.21014. Die konkrete KB-Nummer je Build entnehmen Sie dem MSRC-Advisory. Für Windows-Server-Editionen ist die Betroffenheit ebenfalls im Advisory zu prüfen, da sie in diesem Kontext nicht aufgeführt sind.
- Bestand ungepatchter Systeme erheben: In Defender for Endpoint
DeviceTvmSoftwareVulnerabilities | where CveId == "CVE-2025-30397" | summarize by DeviceName, OSVersion. Alternativ den OS-Build per Intune, SCCM oder WSUS-Bericht gegen die oben genannten Mindest-Builds abgleichen. - Patchreihenfolge festlegen: Zuerst Arbeitsplätze, auf denen der Internet-Explorer-Modus in Microsoft Edge aktiv ist (Legacy-Intranet, SAP-GUI-Webkomponenten, Fachverfahren). Danach Admin-Workstations und Systeme mit privilegierten Benutzern, anschließend die übrigen Clients.
- IE-Modus übergangsweise einschränken, wo ein Patch nicht binnen 24 h möglich ist (siehe Mitigation-Layer). Fachbereiche mit IE-Mode-Abhängigkeit vorab informieren.
- Nutzer sensibilisieren: Eine kurze Warnung vor unerwarteten Links in E-Mails, Teams-Chats und Messenger-Nachrichten versenden. Die Ausnutzung erfordert, dass das Opfer eine präparierte URL aufruft.
Schritt 2 im Runbook
Mitigation-Layer
- Konfiguration (Edge-Richtlinie): Per GPO oder Intune
InternetExplorerIntegrationLevel = 0setzen. Ist der IE-Modus geschäftskritisch, mindestensInternetExplorerIntegrationReloadInIEModeAllowed = 0setzen und den IE-Modus ausschließlich über eine Enterprise-Site-List mit freigegebenen Intranet-URLs zulassen. - Endpoint-Härtung (ASR): Die Attack-Surface-Reduction-Regeln „Block JavaScript or VBScript from launching downloaded executable content“ (
d3e037e1-3eb8-44c8-a917-57927947596d) und „Block executable files from running unless they meet a prevalence, age, or trusted list criterion“ im Block-Modus aktivieren. Zusätzlich WDAC- oder AppLocker-Regeln gegen die Ausführung aus%TEMP%und%LOCALAPPDATA%durchsetzen. - Legacy-Skripting einschränken: Per GPO in den IE-Sicherheitszonen „Internet“ und „Eingeschränkte Sites“ die Einstellung „Active Scripting“ auf „Deaktivieren“ setzen. Dadurch wird
jscript9.dllim IE-Kontext für externe Inhalte nicht ausgeführt. - Netzwerk / Proxy: Die URL-Kategorien „Newly Registered Domains“ und „Uncategorized“ für Clients blockieren oder per TLS-Inspection prüfen. Für Prozesse wie
iexplore.exeausgehende Verbindungen nur zu internen Zielen (Intranet-Allowlist) erlauben. - IAM / Least Privilege: Keine lokalen Administratorrechte für Standardbenutzer vergeben und Administrationsaufgaben ausschließlich über separate PAW durchführen. Code wird im Kontext des angemeldeten Benutzers ausgeführt, daher begrenzen geringe Rechte den Schaden.
- Konfiguration (Edge-Richtlinie): Per GPO oder Intune
Schritt 3 im Runbook
Detection-Regeln
- Prozessabstammung (Sysmon EID 1 / EDR): Verdächtig sind Kindprozesse von
iexplore.exe, das im IE-Modus untermsedge.exegestartet wird. KQL:DeviceProcessEvents | where InitiatingProcessFileName =~ "iexplore.exe" and FileName in~ ("cmd.exe","powershell.exe","pwsh.exe","rundll32.exe","regsvr32.exe","mshta.exe","wscript.exe","cscript.exe"). - Modul-Ladevorgänge (Sysmon EID 7): Erfassen, wann
jscript9.dlliniexplore.exegeladen wird, und mit dem Seitenaufruf einer externen Domain korrelieren. Auf Clients ohne freigegebene IE-Mode-Sites ist jedes Laden vonjscript9.dllanomal. - Absturzindikatoren (Windows Application Log, EID 1000/1001): Anwendungsfehler mit
Faulting module name: jscript9.dlldeuten auf fehlgeschlagene Exploit-Versuche hin. SPL:index=wineventlog EventCode=1000 Faulting_Module_Name="jscript9.dll". - Dateisystem und Persistenz (Sysmon EID 11/13): Achten Sie auf ausführbare Dateien oder DLLs, die
iexplore.exein Benutzerverzeichnisse schreibt, sowie auf Run-Key- oder Scheduled-Task-Einträge kurz nach einem IE-Mode-Seitenaufruf. Ergänzend die ASR-Ereignisse EID 1121/1122 auswerten (Microsoft-Windows-Windows Defender/Operational). - Netzwerktelemetrie (Proxy/Zeek): HTTP(S)-Verbindungen von
iexplore.exeoder mit IE-Mode-User-Agent (Trident/7.0) zu externen, selten gesehenen Domains sind auffällig. Sigma-Gerüst:logsource: proxymitc-useragent|contains: 'Trident/7.0'und Filter aufcs-hostaußerhalb der Intranet-Allowlist.
- Prozessabstammung (Sysmon EID 1 / EDR): Verdächtig sind Kindprozesse von
Erkennungsregeln
Für diese Schwachstelle liegt noch keine NEOSEC-Erkennungsregel vor.
Einordnung nach NIS2 und CRA
Regelbasierte Einordnung aus Ausnutzungsstatus und Schweregrad. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.
NIS2
NIS2 ist die EU-Richtlinie (EU) 2022/2555 zur Erhöhung des Cybersicherheitsniveaus in der Union. Sie weitet Pflichten gegenüber der ersten NIS-Richtlinie deutlich aus: mehr Sektoren, verbindliches Risikomanagement, gestufte Meldepflichten und persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung.
Im Glossar lesen- Aktiv ausgenutzt: Behandeln Sie die Schwachstelle im Schwachstellenmanagement nach Art. 21 Abs. 2 lit. e NIS2 vorrangig. Wird sie in Ihrer Umgebung ausgenutzt, prüfen Sie die Meldepflicht nach Art. 23 (Frühwarnung binnen 24 Stunden).
CRA
Der CRA ist die EU-Verordnung (EU) 2024/2847 mit horizontalen Cybersicherheitsanforderungen an „Produkte mit digitalen Elementen“ — von Industriesteuerungen über Software bis zu vernetzten Verbrauchergeräten. Erstmals müssen Hersteller Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus gewährleisten, Schwachstellen behandeln und Sicherheitsupdates bereitstellen.
Im Glossar lesen- Seit dem 11.09.2026 müssen Hersteller betroffener Produkte mit digitalen Elementen aktiv ausgenutzte Schwachstellen nach Art. 14 CRA melden, mit Frühwarnung binnen 24 Stunden über die zentrale Meldeplattform der ENISA.
ISO/IEC 27001
ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Er beschreibt einen risikobasierten, prozessorientierten Rahmen, um Informationssicherheit systematisch zu planen, umzusetzen, zu überprüfen und zu verbessern.
Im Glossar lesen- Maßnahme A.8.8, Management technischer Schwachstellen: Relevanz für Ihre Systeme bewerten, Behebung einplanen und nachweisen.
Beschreibung
Der Zugriff auf eine Ressource mit einem inkompatiblen Typ ('Typverwirrung') im Microsoft-Skript-Engine ermöglicht es einem nicht autorisierten Angreifer, Code über ein Netzwerk auszuführen.
Originalquelle nur englisch verfügbar, maschinell ins Deutsche übersetzt.
Quelle: cvelistv5, pwn.watch, NVD (NIST), Microsoft Security Update Guide, CISA KEV Catalog, CVE.org (MITRE)
Betroffene Produkte
Betroffen sind die folgenden Versionen. Ältere Stände derselben Reihe sind ebenfalls verwundbar, sofern nicht anders angegeben.
| Betroffene Versionen | Behoben in | ||
|---|---|---|---|
| Microsoft | Windows 10 Version 1507 |
|
|
| Microsoft | Windows 10 Version 1607 |
|
|
| Microsoft | Windows 10 Version 1809 |
|
|
| Microsoft | Windows 10 Version 21H2 |
|
|
| Microsoft | Windows 10 Version 22H2 |
|
|
| Microsoft | Windows 11 version 22H2 |
|
|
| Microsoft | Windows 11 version 22H3 |
|
|
| Microsoft | Windows 11 Version 23H2 |
|
|
| Microsoft | Windows 11 Version 24H2 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (Server Core installation) |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2008 Service Pack 2 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2008 Service Pack 2 (Server Core installation) |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2012 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2012 (Server Core installation) |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2012 R2 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2012 R2 (Server Core installation) |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2016 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2016 (Server Core installation) |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2019 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2019 (Server Core installation) |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2022 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2022, 23H2 Edition (Server Core installation) |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2025 |
|
|
| Microsoft | Windows Server 2025 (Server Core installation) |
|
|
Hersteller und Produkte
- Microsoft Windows 10 1507
- Microsoft Microsoft Windows 10 1607
- Microsoft Microsoft Windows 10 1809
- Microsoft Microsoft Windows 10 21H2
- Microsoft Microsoft Windows 10 22h2
- Microsoft Windows 10 Version 1507
- Microsoft Windows 10 Version 1607
- Microsoft Windows 10 Version 1809
- Microsoft Windows 10 Version 21h2
- Microsoft Windows 10 Version 22h2
- Microsoft Microsoft Windows 11 22H2
- Microsoft Microsoft Windows 11 23H2
Betroffene Betriebssysteme
| Windows | microsoft | windows_10_1507 | — |
| Windows | microsoft | windows_10_1607 | — |
| Windows | microsoft | windows_10_1809 | — |
| Windows | microsoft | windows_10_21h2 | — |
| Windows | microsoft | windows_10_22h2 | — |
| Windows | microsoft | windows_11_22h2 | — |
| Windows | microsoft | windows_11_23h2 | — |
| Windows | microsoft | windows_11_24h2 | — |
| Windows | microsoft | windows_server_2008 | r2 |
| Windows | microsoft | windows_server_2008 | — |
| Windows | microsoft | windows_server_2012 | r2 |
| Windows | microsoft | windows_server_2012 | — |
| Windows | microsoft | windows_server_2016 | — |
| Windows | microsoft | windows_server_2019 | — |
| Windows | microsoft | windows_server_2022 | — |
| Windows | microsoft | windows_server_2022_23h2 | — |
| Windows | microsoft | windows_server_2025 | — |
Weakness-Klassen (CWE)
CWE-843Access of Resource Using Incompatible Type ('Type Confusion')
Base
The product allocates or initializes a resource such as a pointer, object, or variable using one type, but it later accesses that resource using a type that is incompatible with the original type.
Eintrag bei MITRE CWE-843
Öffentliche Exploit-Referenzen
Öffentlich gemeldete Proof-of-Concepts, Exploit-Module und Detection-Templates zu dieser Schwachstelle. NEOSEC verlinkt ausschließlich auf die Originalquellen und stellt keinen Exploit-Code bereit.
| CISA KEV Catalog | CISA Known Exploited Vulnerability (öffnet in neuem Tab)cisa.gov | aktiv ausgenutzt |
Quellen & Referenzen
- Microsoft Security Update GuideScripting Engine Memory Corruption VulnerabilityHerstellerhinweis, Patch, Herstellerhinweis
- cisa.govknown-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2025-30397government-resource, US-Behörde
- vicarius.iovsociety/posts/cve-2025-30397-type-confusion-vulnerability-in-m…Mitigation, Hinweis Dritter
- vicarius.iovsociety/posts/cve-2025-30397-type-confusion-vulnerability-in-m…Exploit, Hinweis Dritter
- pwn.watchpwn.watch: Microsoft Windows: 5 exploited vulnerabilities (CVE-2025-30397, CVE-2025-30400, CVE-2025-32701, CVE-2025-32706, CVE-2025-32709)pwn-watch
- Microsoft Security Update GuideMicrosoft advisory: Microsoft Windowspwn-watch
- Microsoft Security Update GuideMicrosoft advisory: Microsoft Windowspwn-watch
- Microsoft Security Update GuideMicrosoft advisory: Microsoft Windowspwn-watch
- Microsoft Security Update GuideMicrosoft advisory: Microsoft Windowspwn-watch
- Microsoft Security Update GuideMicrosoft advisory: Microsoft Windowspwn-watch
- NVD (NIST)NVD: CVE-2025-30397pwn-watch
- NVD (NIST)NVD: CVE-2025-30400pwn-watch
- NVD (NIST)NVD: CVE-2025-32701pwn-watch
- NVD (NIST)NVD: CVE-2025-32706pwn-watch
- NVD (NIST)NVD: CVE-2025-32709pwn-watch
- cisa.govCISA Known Exploited Vulnerabilities Catalogpwn-watch
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<a href="https://intel.neosec.eu/cve/CVE-2025-30397"><img src="https://intel.neosec.eu/badge/cve/CVE-2025-30397.svg" alt="CVE-2025-30397 – NEOSEC Intel" height="20"></a>