OpenSSL: unkontrollierter Ressourcenverbrauch (CVE-2016-8610)
Veröffentlicht Quellen: CVE.org
Was ist betroffen, was ist zu tun
Ein Denial-of-Service-Fehler wurde in OpenSSL 0.9.8, 1.0.1, 1.0.2 durch 1.0.2h und 1.1.0 in der Art und Weise gefunden, wie das TLS/SSL-Protokoll die Verarbeitung von ALERT-Paketen während eines Verbindungshandshakes definiert. Ein Angreifer aus der Ferne könnte diesen Fehler nutzen, um einen TLS/SSL-Server dazu zu bringen, eine übermäßige Menge an CPU-Ressourcen zu verbrauchen und keine Verbindungen von anderen Clients mehr anzunehmen.
Aktualisieren Sie timesten_in-memory_database auf Version 18.1.4.1.0.
- Betroffen
- OpenSSL
eq All 0.9.8..All 0.9.8 - OpenSSL
eq All 1.0.1..All 1.0.1 - OpenSSL
eq 1.0.2 through 1.0.2h..1.0.2 through 1.0.2h - OpenSSL
eq 1.1.0..1.1.0
- OpenSSL
Unklar, ob und wie Sie betroffen sind? Frage zu dieser Schwachstelle stellen
Metriken
7,5
Priorität
XIEM Effective CVSS: höchste verfügbare CVSS-Bewertung aus NVD- und Herstellerangaben.
Quelle: NVD, CVSS v3
7,5
CVSS v3
Schweregrad Hoch auf der Skala von 0 bis 10.
Quelle: CVE.org
39,9 %
EPSS-Score
Erhöht – Modell schätzt 10-50 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
Quelle: FIRST EPSS, Perzentil 98,6
Alle Metriken anzeigen
- Schweregrad
- Hoch
Priorität (0–325)
Der Priorisierungs-Score ist eine zusammengeführte Kennzahl, die mehrere Einzelsignale zu einer einzigen, handlungsleitenden Rangfolge verdichtet: technische Schwere (CVSS), Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS), der Status als bekannt ausgenutzt (KEV) und der Kontext des betroffenen Assets. Ziel ist die Antwort auf die einzig wirklich wichtige Frage im Schwachstellenmanagement: Was zuerst?
Im Glossar lesen- 115.32 Methodik
Exploit-Reife
Ein Exploit ist Code oder eine Technik, die eine konkrete Schwachstelle gezielt ausnutzt, um ein unbeabsichtigtes Verhalten zu erzwingen — etwa Code auszuführen oder Rechte auszuweiten. Er ist das Werkzeug, das aus einer theoretischen Lücke einen praktischen Angriff macht.
Im Glossar lesen- kein öffentlicher PoC bekannt
XIEM Effective CVSS
XIEM® ist das gestufte Managed-Security-Betriebsmodell von NEOSEC und eine eingetragene Marke der NEOSEC GmbH. Es erweitert klassisches SIEM — die zentrale Sammlung, Normalisierung und Korrelation sicherheitsrelevanter Ereignisse — um Endpunkt-Forensik, Netzwerk-Sichtbarkeit und Täuschungstechnik und führt diese zu drei aufeinander aufbauenden Stufen zusammen: Sentry, Orchestrate und Command.
Im Glossar lesen- 7,5 Methodik
CVSS v3
CVSS ist der weltweit verbreitete, offene Standard zur Bewertung der technischen Schwere einer Schwachstelle auf einer Skala von 0 bis 10. Er beschreibt, wie leicht eine Lücke ausnutzbar ist und welchen Schaden sie anrichten kann — nicht jedoch, wie wahrscheinlich ihre tatsächliche Ausnutzung ist. CVSS und das ergänzende EPSS beantworten bewusst unterschiedliche Fragen.
Im Glossar lesen- 7,5
EPSS-Score
Der EPSS-Score ist der absolute Modell-Output für eine einzelne Schwachstelle: die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer realen Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1 (bzw. 0 % bis 100 %). Ein Score von 0,42 bedeutet „das Modell schätzt eine 42-prozentige Chance auf reale Ausnutzung binnen 30 Tagen“.
Im Glossar lesen- 39,9 %
- Erhöht – Modell schätzt 10-50 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
EPSS-Perzentil
Das EPSS-Perzentil ist die relative Einordnung einer Schwachstelle innerhalb aller EPSS-bewerteten CVEs, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1. Ein Perzentil von 0,90 bedeutet „diese CVE hat einen höheren EPSS-Score als 90 % aller anderen bewerteten CVEs“. Anders als der EPSS-Score ist es keine Wahrscheinlichkeit — sondern eine Positionierung im Ranking.
Im Glossar lesen- 98,6
- Kritisch – CVE liegt im obersten Fünftel aller heute bewerteten CVEs (Rang ≥ 80 %).
KEV-Status
Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.
Im Glossar lesen- —
- Veröffentlicht
CWE
CWE ist ein Katalog typischer Schwächen-Arten in Software und Hardware — etwa fehlerhafte Eingabevalidierung, unsichere Speicherbehandlung oder mangelhafte Authentisierung. Während eine CVE eine konkrete Schwachstelle in einem konkreten Produkt benennt, beschreibt eine CWE die zugrunde liegende Fehlerklasse.
Im Glossar lesen- CWE-400
Erkennungsregeln
Für diese Schwachstelle liegt noch keine NEOSEC-Erkennungsregel vor.
Einordnung nach NIS2 und CRA
Regelbasierte Einordnung aus Ausnutzungsstatus und Schweregrad. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.
NIS2
NIS2 ist die EU-Richtlinie (EU) 2022/2555 zur Erhöhung des Cybersicherheitsniveaus in der Union. Sie weitet Pflichten gegenüber der ersten NIS-Richtlinie deutlich aus: mehr Sektoren, verbindliches Risikomanagement, gestufte Meldepflichten und persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung.
Im Glossar lesen- Hohe technische Schwere: Bewerten und beheben Sie die Schwachstelle im Schwachstellenmanagement nach Art. 21 Abs. 2 lit. e NIS2 und dokumentieren Sie die Entscheidung.
CRA
Der CRA ist die EU-Verordnung (EU) 2024/2847 mit horizontalen Cybersicherheitsanforderungen an „Produkte mit digitalen Elementen“ — von Industriesteuerungen über Software bis zu vernetzten Verbrauchergeräten. Erstmals müssen Hersteller Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus gewährleisten, Schwachstellen behandeln und Sicherheitsupdates bereitstellen.
Im Glossar lesen- Ab dem 11.12.2027 verpflichtet Anhang I Teil II CRA Hersteller betroffener Produkte mit digitalen Elementen, Schwachstellen unverzüglich zu behandeln und Sicherheitsupdates bereitzustellen.
ISO/IEC 27001
ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Er beschreibt einen risikobasierten, prozessorientierten Rahmen, um Informationssicherheit systematisch zu planen, umzusetzen, zu überprüfen und zu verbessern.
Im Glossar lesen- Maßnahme A.8.8, Management technischer Schwachstellen: Relevanz für Ihre Systeme bewerten, Behebung einplanen und nachweisen.
Beschreibung
Ein Denial-of-Service-Fehler wurde in OpenSSL 0.9.8, 1.0.1, 1.0.2 durch 1.0.2h und 1.1.0 in der Art und Weise gefunden, wie das TLS/SSL-Protokoll die Verarbeitung von ALERT-Paketen während eines Verbindungshandshakes definiert. Ein Angreifer aus der Ferne könnte diesen Fehler nutzen, um einen TLS/SSL-Server dazu zu bringen, eine übermäßige Menge an CPU-Ressourcen zu verbrauchen und keine Verbindungen von anderen Clients mehr anzunehmen.
Originalquelle nur englisch verfügbar, maschinell ins Deutsche übersetzt.
Quelle: NVD (NIST), cvelistv5
Betroffene Produkte
Betroffen sind die folgenden Versionen. Ältere Stände derselben Reihe sind ebenfalls verwundbar, sofern nicht anders angegeben.
| Betroffene Versionen | Behoben in | ||
|---|---|---|---|
| OpenSSL | OpenSSL |
|
|
| netapp | clustered_data_ontap_antivirus_connector |
|
|
| netapp | data_ontap |
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|
| netapp | data_ontap_edge |
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| netapp | e-series_santricity_os_controller |
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| netapp | host_agent |
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| netapp | oncommand_balance |
|
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| netapp | oncommand_unified_manager |
|
|
| netapp | oncommand_workflow_automation |
|
|
| netapp | ontap_select_deploy |
|
|
| netapp | service_processor |
|
|
| netapp | smi-s_provider |
|
|
| netapp | snapcenter_server |
|
|
| netapp | snapdrive |
|
|
| netapp | storagegrid |
|
|
| netapp | storagegrid_webscale |
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| openssl | openssl |
|
|
| oracle | adaptive_access_manager |
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| oracle | application_testing_suite |
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|
| oracle | communications_analytics |
|
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| oracle | communications_ip_service_activator |
|
|
| oracle | core_rdbms |
|
|
| oracle | enterprise_manager_ops_center |
|
|
| oracle | goldengate_application_adapters |
|
|
| oracle | jd_edwards_enterpriseone_tools |
|
|
| oracle | peoplesoft_enterprise_peopletools |
|
|
| oracle | retail_predictive_application_server |
|
|
| oracle | timesten_in-memory_database |
|
|
| oracle | weblogic_server |
|
|
| redhat | jboss_enterprise_application_platform |
|
|
Hersteller und Produkte
Betroffene Betriebssysteme
| Linux | debian | debian_linux | 8.0 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_desktop | 6.0 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_desktop | 7.0 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server | 6.0 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server | 7.0 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_aus | 7.3 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_aus | 7.4 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_aus | 7.6 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_eus | 7.3 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_eus | 7.4 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_eus | 7.5 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_eus | 7.6 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_tus | 7.3 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_server_tus | 7.6 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_workstation | 6.0 |
| Linux | redhat | enterprise_linux_workstation | 7.0 |
| Other | netapp | clustered_data_ontap | — |
| Other | netapp | cn1610_firmware | — |
| Other | fujitsu | m10-1_firmware | — |
| Other | fujitsu | m10-4_firmware | — |
| Other | fujitsu | m10-4s_firmware | — |
| Other | fujitsu | m12-1_firmware | — |
| Other | fujitsu | m12-2_firmware | — |
| Other | fujitsu | m12-2s_firmware | — |
Weakness-Klassen (CWE)
CWE-400Uncontrolled Resource Consumption
Class
The product does not properly control the allocation and maintenance of a limited resource.
Eintrag bei MITRE CWE-400
Quellen & Referenzen
- securityfocus.com93841Schwachstellendatenbank, x_refsource_BID, Hinweis Dritter, Schwachstellendatenbank
- rhn.redhat.comRHSA-2017:1659Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- access.redhat.comRHSA-2017:1658Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- access.redhat.comRHSA-2017:1801Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- rhn.redhat.comRHSA-2017:0286Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- access.redhat.comRHSA-2017:1413Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- access.redhat.comRHSA-2017:2494Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- security.freebsd.orgFreeBSD-SA-16:35Herstellerhinweis, x_refsource_FREEBSD, Hinweis Dritter
- access.redhat.comRHSA-2017:1414Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- seclists.org[oss-security] 20161024 CVE-2016-8610: SSL Death Alert: OpenSSL SSL/TLS SSL3_AL_WARNING undefined alert Remote DoSMailingliste, x_refsource_MLIST, Mailingliste, Hinweis Dritter
- rhn.redhat.comRHSA-2017:0574Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- debian.orgDSA-3773Herstellerhinweis, x_refsource_DEBIAN, Hinweis Dritter
- rhn.redhat.comRHSA-2017:1415Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- securitytracker.com1037084Schwachstellendatenbank, x_refsource_SECTRACK, Hinweis Dritter, Schwachstellendatenbank
- access.redhat.comRHSA-2017:1802Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- access.redhat.comRHSA-2017:2493Herstellerhinweis, x_refsource_REDHAT, Hinweis Dritter
- oracle.comsecurity-alerts/cpuapr2020.htmlx_refsource_MISC, Patch, Hinweis Dritter
- oracle.comsecurity-alerts/cpujul2020.htmlx_refsource_MISC, Patch, Hinweis Dritter
- oracle.comtechnetwork/security-advisory/cpujul2019-5072835.htmlx_refsource_MISC, Patch, Hinweis Dritter
- oracle.comtechnetwork/security-advisory/cpuoct2019-5072832.htmlx_refsource_MISC, Patch, Hinweis Dritter
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