DDoS
Verteilter Überlastungsangriff
Distributed Denial of Service
Ein DDoS-Angriff überlastet ein Ziel mit einer Flut von Anfragen aus vielen verteilten Quellen gleichzeitig, bis ein Dienst für legitime Nutzer nicht mehr erreichbar ist. Die Verteilung über zahllose Systeme — oft ein Botnetz — macht ihn schwer abzuwehren und zu blockieren. Er greift nicht die Vertraulichkeit, sondern die Verfügbarkeit an.
Historie & Fakten. Während ein einfacher Überlastungs- bzw. Verfügbarkeitsangriff (DoS) von einer Quelle ausgeht, bündelt DDoS die Last vieler — gekaperter Rechner, IoT-Geräte oder gemieteter Angriffsdienste. Techniken reichen von schierer Bandbreitenflut über das Ausnutzen von Protokollschwächen bis zur Verstärkung (Amplification), bei der kleine Anfragen große Antworten an das Opfer auslösen. Solche Angriffe dienen der Störung, der Erpressung oder als Ablenkung von einem parallelen Einbruch.
Ausblick & Empfehlung. Die Abwehr großer Angriffe erfordert in der Regel spezialisierte Schutzdienste, die den Verkehr filtern und überschüssige Last absorbieren, bevor sie das Ziel erreicht; eigene Leitungen sind schnell überfordert. Wichtig ist die Vorbereitung: bekannter Ansprechpartner beim Provider, eingeübter Ablauf, Trennung kritischer Dienste. Da DDoS auch als Ablenkung dient, sollte ein Angriff nie isoliert betrachtet, sondern von erhöhter Wachsamkeit für parallele Aktivitäten begleitet werden.