CSAF

    Standard für maschinenlesbare Sicherheitshinweise

    Common Security Advisory Framework

    CSAF ist ein offener Standard für maschinenlesbare Sicherheitshinweise. Statt Advisories als Fließtext zu veröffentlichen, beschreibt CSAF sie in einem strukturierten Format, das automatisiert verarbeitet werden kann — wer ist betroffen, in welcher Version, mit welcher Gegenmaßnahme. Es ist die Antwort auf die schlichte Tatsache, dass kein Mensch mehr alle relevanten Advisories manuell lesen kann.

    Historie & Fakten. CSAF wird vom Standardisierungskonsortium OASIS gepflegt; die aktuelle Fassung 2.0 löst das ältere CVRF ab. Die Hinweise sind als JSON strukturiert und können Maschinen die Frage beantworten, ob ein konkretes Produkt in einer konkreten Version betroffen ist. Ein wichtiges Profil ist VEX (Vulnerability Exploitability eXchange), mit dem Hersteller aktiv mitteilen können, dass eine an sich vorhandene Schwachstelle im konkreten Produkt nicht ausnutzbar ist. Behörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Vereinigte Staaten von Amerika (US)-US-Behörde für Cyber- und Infrastruktursicherheit (CISA) treiben die Verbreitung aktiv voran.

    Ausblick & Empfehlung. Mit dem EU-Cyberresilienz-Verordnung (Verordnung 2024/2847) (CRA), der Hersteller zu strukturierter Schwachstellenkommunikation verpflichtet, gewinnt CSAF erheblich an Bedeutung. Für Betreiber liegt der Wert in der Automatisierung: Maschinenlesbare Advisories lassen sich direkt gegen das eigene Inventar abgleichen, statt sie manuell zu sichten. Wer heute Produkte entwickelt, sollte CSAF/Vulnerability Exploitability eXchange (VEX)-Ausgabe als künftige Erwartung einplanen.