MittelCVE-2026-5119

    ubuntu libsoup2.4: Cleartext Transmission of Sensitive Information

    Veröffentlicht Zuletzt geändert Quellen: Ubuntu, BSI, Msrc Update Guide, CVE.org, EUVD

    Was ist betroffen, was ist zu tun

    Ein Fehler wurde in libsoup gefunden. Beim Aufbauen von HTTPS-Tunneln über einen konfigurierten HTTP-Proxy werden sensible Sitzungs-Cookies im Klartext innerhalb der initialen HTTP CONNECT-Anfrage übertragen.

    Die vorliegenden Quellen nennen keine Fix-Version. Prüfen Sie die Herstellerhinweise in den Referenzen unten.

    Betroffen
    • ubuntu/libsoup2.4 2.62.1-1ubuntu0.4+esm7..*
    • ubuntu/libsoup2.4 2.70.0-1ubuntu0.5+esm2..*
    • ubuntu/libsoup2.4 2.74.2-3ubuntu0.7..*
    • ubuntu/libsoup2.4 2.74.3-6ubuntu1.7..*
    • ubuntu/libsoup2.4 2.74.3-10.1ubuntu4.1..*
    • ubuntu/libsoup2.4 2.74.3-10.1ubuntu5+esm1..*
    • ubuntu/libsoup2.4 2.52.2-1ubuntu0.3+esm6..*

    Metriken

    5,9

    Priorität

    XIEM Effective CVSS: höchste verfügbare CVSS-Bewertung aus NVD- und Herstellerangaben.

    Quelle: NVD, CVSS v3

    5,9

    CVSS v3

    Schweregrad Mittel auf der Skala von 0 bis 10.

    Quelle: Ubuntu, BSI, Msrc Update Guide, CVE.org, EUVD

    0,3 %

    EPSS-Score

    Niedrig — Modell schätzt < 1 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.

    Quelle: FIRST EPSS, Perzentil 15,8 %

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    Schweregrad
    Mittel
    Priority-Score

    Der Priorisierungs-Score ist eine zusammengeführte Kennzahl, die mehrere Einzelsignale zu einer einzigen, handlungsleitenden Rangfolge verdichtet: technische Schwere (CVSS), Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS), der Status als bekannt ausgenutzt (KEV) und der Kontext des betroffenen Assets. Ziel ist die Antwort auf die einzig wirklich wichtige Frage im Schwachstellenmanagement: Was zuerst?

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    47.64
    Exploit-Reife

    Ein Exploit ist Code oder eine Technik, die eine konkrete Schwachstelle gezielt ausnutzt, um ein unbeabsichtigtes Verhalten zu erzwingen — etwa Code auszuführen oder Rechte auszuweiten. Er ist das Werkzeug, das aus einer theoretischen Lücke einen praktischen Angriff macht.

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    kein öffentlicher PoC bekannt
    XIEM Effective CVSS

    XIEM® ist das gestufte Managed-Security-Betriebsmodell von NEOSEC und eine eingetragene Marke der NEOSEC GmbH. Es erweitert klassisches SIEM — die zentrale Sammlung, Normalisierung und Korrelation sicherheitsrelevanter Ereignisse — um Endpunkt-Forensik, Netzwerk-Sichtbarkeit und Täuschungstechnik und führt diese zu drei aufeinander aufbauenden Stufen zusammen: Sentry, Orchestrate und Command.

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    5,9
    CVSS v3

    CVSS ist der weltweit verbreitete, offene Standard zur Bewertung der technischen Schwere einer Schwachstelle auf einer Skala von 0 bis 10. Er beschreibt, wie leicht eine Lücke ausnutzbar ist und welchen Schaden sie anrichten kann — nicht jedoch, wie wahrscheinlich ihre tatsächliche Ausnutzung ist. CVSS und das ergänzende EPSS beantworten bewusst unterschiedliche Fragen.

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    5,9
    EPSS-Score

    Der EPSS-Score ist der absolute Modell-Output für eine einzelne Schwachstelle: die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer realen Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1 (bzw. 0 % bis 100 %). Ein Score von 0,42 bedeutet „das Modell schätzt eine 42-prozentige Chance auf reale Ausnutzung binnen 30 Tagen“.

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    0,3 %
    Niedrig — Modell schätzt < 1 % Ausnutzungs-Wahrscheinlichkeit.
    EPSS-Perzentil

    Das EPSS-Perzentil ist die relative Einordnung einer Schwachstelle innerhalb aller EPSS-bewerteten CVEs, ausgedrückt als Wert zwischen 0 und 1. Ein Perzentil von 0,90 bedeutet „diese CVE hat einen höheren EPSS-Score als 90 % aller anderen bewerteten CVEs“. Anders als der EPSS-Score ist es keine Wahrscheinlichkeit — sondern eine Positionierung im Ranking.

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    15,8 %
    Erhöht — CVE ist relevanter als mindestens 10 % der heute bewerteten CVEs.
    KEV-Status

    Der KEV-Katalog ist eine von der US-Behörde CISA gepflegte Liste von Schwachstellen, für die eine aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Er beantwortet nicht die Frage „wie schwer?“, sondern „wird es bereits angegriffen?“ — und priorisiert damit das Patchen scharf.

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    —
    Veröffentlicht
    CWE

    CWE ist ein Katalog typischer Schwächen-Arten in Software und Hardware — etwa fehlerhafte Eingabevalidierung, unsichere Speicherbehandlung oder mangelhafte Authentisierung. Während eine CVE eine konkrete Schwachstelle in einem konkreten Produkt benennt, beschreibt eine CWE die zugrunde liegende Fehlerklasse.

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    CWE-319

    Einordnung nach NIS2 und CRA

    Regelbasierte Einordnung aus Ausnutzungsstatus und Schweregrad. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

    NIS2

    NIS2 ist die EU-Richtlinie (EU) 2022/2555 zur Erhöhung des Cybersicherheitsniveaus in der Union. Sie weitet Pflichten gegenüber der ersten NIS-Richtlinie deutlich aus: mehr Sektoren, verbindliches Risikomanagement, gestufte Meldepflichten und persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung.

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    Behandeln Sie die Schwachstelle im regulären Schwachstellenmanagement nach Art. 21 Abs. 2 lit. e NIS2.
    CRA

    Der CRA ist die EU-Verordnung (EU) 2024/2847 mit horizontalen Cybersicherheitsanforderungen an „Produkte mit digitalen Elementen“ — von Industriesteuerungen über Software bis zu vernetzten Verbrauchergeräten. Erstmals müssen Hersteller Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus gewährleisten, Schwachstellen behandeln und Sicherheitsupdates bereitstellen.

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    Ab dem 11.12.2027 verpflichtet Anhang I Teil II CRA Hersteller betroffener Produkte mit digitalen Elementen, Schwachstellen unverzüglich zu behandeln und Sicherheitsupdates bereitzustellen.
    ISO/IEC 27001

    ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Er beschreibt einen risikobasierten, prozessorientierten Rahmen, um Informationssicherheit systematisch zu planen, umzusetzen, zu überprüfen und zu verbessern.

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    Maßnahme A.8.8, Management technischer Schwachstellen: Relevanz für Ihre Systeme bewerten, Behebung einplanen und nachweisen.

    Beschreibung

    Ein Fehler wurde in libsoup gefunden. Beim Aufbauen von HTTPS-Tunneln über einen konfigurierten HTTP-Proxy werden sensible Sitzungs-Cookies im Klartext innerhalb der initialen HTTP CONNECT-Anfrage übertragen. Ein netzwerkpositionierter Angreifer oder ein bösartiger HTTP-Proxy kann diese Cookies abfangen, was zu potenzieller Session-Hijacking oder Benutzer-Imitation führen kann.

    Quelle: Ubuntu Security Notices, BSI WID Portal, BSI CSAF, Microsoft Security Update Guide, cvelistv5, CVE.org (MITRE), NVD (NIST), ENISA EUVD

    Betroffene Betriebssysteme

    Betroffene Betriebssysteme
    FamilieHerstellerProduktVersion
    Linuxredhatenterprise_linux10.0
    Linuxredhatenterprise_linux7.0
    Linuxredhatenterprise_linux8.0
    Linuxredhatenterprise_linux9.0
    Linuxubuntulibsoup2.4bionic
    Linuxubuntulibsoup2.4focal
    Linuxubuntulibsoup2.4jammy
    Linuxubuntulibsoup2.4noble
    Linuxubuntulibsoup2.4resolute
    Linuxubuntulibsoup2.4xenial
    Linuxubuntulibsoup3jammy
    Linuxubuntulibsoup3noble
    Linuxubuntulibsoup3resolute

    Weakness-Klassen (CWE)

    • CWE-319Cleartext Transmission of Sensitive Information

      Base

      The product transmits sensitive or security-critical data in cleartext in a communication channel that can be sniffed by unauthorized actors.

      Eintrag bei MITRE CWE-319

    Quellen & Referenzen

    Re-Analyse & Statuswechsel

    Chronologie der NVD-Audit-Events für diese CVE — Reanalyses, CVSS-Updates, CPE-Diffs.

    1. CVE Modifiedsecalert@redhat.com

      • Reference: nachher https://access.redhat.com/errata/RHSA-2026:24344