DoS
Überlastungs- bzw. Verfügbarkeitsangriff
Denial of Service
Ein DoS-Angriff zielt darauf, einen Dienst oder ein System für legitime Nutzer unverfügbar zu machen — durch Überlastung oder das gezielte Ausnutzen einer Schwachstelle, die das System zum Absturz bringt. Er greift die Verfügbarkeit an, eines der drei Schutzziele der Informationssicherheit. Die verteilte Variante mit vielen Quellen heißt Verteilter Überlastungsangriff (DDoS).
Historie & Fakten. DoS unterscheidet sich grundlegend von Angriffen auf Vertraulichkeit: Es geht nicht ums Stehlen, sondern ums Lahmlegen. Das kann über schiere Last geschehen oder über einen gezielten „Treffer“ — eine einzelne, geschickt geformte Anfrage, die einen Fehler auslöst und den Dienst zum Absturz bringt. Gerade in Betriebstechnik (OT)-Umgebungen, wo Verfügbarkeit oberste Priorität hat, kann ein Ausfall unmittelbar physische Prozesse gefährden.
Ausblick & Empfehlung. Während die verteilte Variante (DDoS) vor allem Filter- und Absorptionskapazität erfordert, lässt sich der schwachstellenbasierte DoS durch Patchen und robuste Eingabeprüfung verhindern. Für kritische Dienste zählen Redundanz, Lastgrenzen und ein eingeübter Wiederanlauf. Da ein Verfügbarkeitsausfall bei regulierten Einrichtungen meldepflichtig sein kann, gehört DoS in die Vorfallsplanung — nicht nur als IT-, sondern als Geschäftsrisiko.